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Bildung

Bürstadt: Schillerschule meldet ihre Wünsche an

Von 
Sandra Bollmann
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Landrat Christian Engelhardt (l.) startet seine Sommertour in der Schillerschule. Mit Johannes Kühn und Rolf Winkler (r.) trifft er sich zum Austausch. © Berno Nix

Bürstadt. Vor allen Dingen zuhören will Landrat Christian Engelhardt bei seiner Sommertour einmal quer durch den Kreis: Ohne Termindruck und mit viel Zeit einfach nur Informationen sammeln und erfahren, wo der Schuh drückt. Und gleich an der allerersten Station, der Bürstädter Schillerschule, rennt er mit diesem Angebot offene Türen ein. Mit Beginn der Abrissarbeiten wird es nämlich richtig eng auf dem Schulhof, berichtet Rolf Winkler. „Die Situation ist tatsächlich prekär“, unterstreicht der Konrektor der Schillerschule sein Anliegen.

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Schillerschule bezieht Klassenzimmer im Container

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Die Schule soll komplett neu gebaut werden, zurzeit läuft der Umzug in das Container-Modul: Im Erdgeschoss findet die Verwaltung Platz, die Erst- und Drittklässler beziehen die beiden oberen Stockwerke. Bevor der Abriss des Ostflügels beginnt, laufen noch erste Entkernungsarbeiten. Aber spätestens, wenn die schweren Maschinen anrücken, wird es eng auf dem Schulhof. „Uns steht dann nur noch ein kleiner Teil zur Verfügung“, berichtet Winkler. Der Hauptpausenhof liegt dann zwischen Turnhalle und dem neuen Modulbau. Und hier gibt es nicht nur viel weniger Platz, sondern auch kein einziges fest eingebautes Spielgerät. „Wir hätten hier sehr gerne ein richtiges Klettergerüst“, macht der Konrektor deutlich. Immerhin müssen die Container drei bis vier Jahre stehen bleiben. Diesen Zeitraum hat die Kreisverwaltung angesetzt, bis der neue Bau bezugsfertig sein wird. Zwar besitzt die Schillerschule einige mobile Spielsachen wie Roller und andere Fahrgeräte. Über diesen langen Zeitraum reiche das allerdings nicht aus, macht Winkler deutlich. Beschattung werde ebenfalls dringend gebraucht. Allerdings präsentiert sich der neue Schulhof schon recht ansehnlich. Einige Lehrkräfte haben zu Pinseln und Farben gegriffen und bunte Kreise und Punkte eingezeichnet, die die Kinder zum Bewegen einladen sollen.

„Unsere Schüler haben ohnehin viel zu wenig Pausen“, gibt Winkler zu bedenken. Wegen der Corona-Pandemie versucht die Schule, möglichst wenig Jungen und Mädchen gleichzeitig auf den Hof zu schicken. Weil künftig noch weniger Platz zur Verfügung steht, sollen die Kinder dann versetzt in die Pause gehen. Das Problem: Damit verschieben sich auch die Schulzeiten um rund zehn Minuten – und passen dann nicht mehr zum Busfahrplan.

Die Schulleitung habe bereits bei den zuständigen Stellen in der Kreisverwaltung nach Lösungsmöglichkeiten gefragt. „Das Ganze ist ein Problem“, hat Winkler erfahren. Schließlich habe der Kreis die Busse nicht nur auf die Schillerschüler abgestimmt, sondern auch auf die Kinder, die die benachbarte Erich Kästner-Schule besuchen.

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Dennoch zeigen sich Landrat Engelhardt und auch Bürgermeisterin Bärbel Schader überzeugt, dass hier Lösungen gefunden werden könnten. Schneller und einfacher zu klären dürfte die Frage nach Spielgeräten und Beschattung sein, wie Johannes Kühn vom Eigenbetrieb Schule und Gebäudewirtschaft signalisiert. Komplizierter dürfte es sein, die Taktung der Schulbusse zu verändern.

Ansonsten zeigen sich die Besucher der Schillerschule überaus angetan von den Baufortschritten. „Ich finde es super hier“, lobt der Landrat die Klassenräume im Container, Bärbel Schader stimmt ihm zu. Bis zu vier Jahre lang soll der Bau stehen bleiben und jeweils zwei Jahrgängen ein Ausweichquartier bieten. Sobald das neue Schulgebäude steht, ziehen alle Klassen wieder zusammen unter ein Dach. Erst dann wird auch der Westbau abgerissen.

Info: Fotostrecke unter suedhessen-morgen.de

Redaktion Redakteurin "Südhessen Morgen", Schwerpunkt Bürstadt

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