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Weihnachtsmärkte

Adventszauber soll in Bürstadt vom 3. bis 5. Dezember stattfinden

Von 
Sandra Bollmann
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Das Bürstädter Budendörfchen war jahrelang ein beliebter Treffpunkt. Nach einem Jahr Pause soll 2021 wieder gefeiert werden. © Berno Nix

Bürstadt/Groß-Rohrheim. Bei allen Fans von Glühwein, Handwerkskunst und Tannenduft darf – ganz vorsichtig – leichte Vorfreude aufkommen: Die Planungen für die größeren und kleineren Weihnachtsmärkte in der Region laufen. Abgesagt ist bislang lediglich die Veranstaltung in Biblis (wir berichteten). In Bürstadt gilt der Adventszauber dagegen als gesetzt. Und auch in Groß-Rohrheim, Bobstadt und Riedrode halten die Veranstalter an ihren Plänen fest.

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Am Wochenende vom 3. bis 5. Dezember öffnet das Bürstädter Budendörfchen seine Türen – so viel steht bislang fest. Mehr will Edith Appel-Thomas von der Interessengemeinschaft (IG) Adventszauber vorerst auch nicht verraten – außer dass sich diesmal einiges ändern wird. In den nächsten Tagen steht noch eine wichtige Besprechung an, danach will die IG umfassend über die Pläne fürs zweite Adventswochenende informieren. Dann steht auch endgültig fest, ob die weihnachtlichen Hütten und Stände tatsächlich weiter in Richtung Innenstadt und Marktplatz rücken, wie bereits zu vernehmen war. Außerdem wird ein neues Hygienekonzept eine wichtige Rolle spielen, damit der Adventszauber trotz Corona-Pandemie stattfinden kann.

Festlich soll das Ganze trotzdem auf jeden Fall werden, versichert Edith Appel-Thomas, die von der Vorweihnachtszeit mindestens genauso begeistert ist wie ihr Mann Stephan Thomas, der am 6. Dezember regelmäßig als Nikolaus die Kinder in Riedrode bescherte. „Sicher, würde ich mich wieder dazu bereit erklären – wenn das so gewünscht ist“, sagt er. Falls das Fest überhaupt wieder so stattfinden könne.

Glühwein und Päckchen

Sascha Brutscher, Wehrführer in Riedrode und Mitorganisator des Abends, ist guter Dinge. „Noch ist nichts in trockenen Tüchern, aber die Marschrichtung ist klar“, berichtet er. Es gelte vor allem noch, das Hygienekonzept abzuklären. Dazu stünden Gespräche mit der Verwaltung an. Das sieht Brutscher allerdings nicht als Hindernis dafür, dass die Feuerwehr gemeinsam mit den Fastnachtern der „Brunnebutzer“ Glühwein und heißen Orangensaft ausschenkt. Dass Eltern kleine Geschenke für ihre Kinder abgeben können, die der Nikolaus am Abend des 6. Dezembers verteilt, soll in diesem Jahr ebenfalls wieder möglich sein. „Wir wollen – und wir werden wohl auch“, erklärt Brutscher.

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So ähnlich sieht das auch Werner Klag, Vorsitzender der TG Bobstadt: „Es sieht gut aus“, findet er. Gravierende neue Vorschriften in Sachen Abstand und Hygiene seien nicht in Sicht. Das Land Hessen habe zudem seine Unterstützung zugesichert, was Weihnachtsmärkte betrifft. Und die Leute würden sich freuen, wenn sie sich wieder in der Vorweihnachtszeit auf einen Glühwein treffen könnten.

„Wir als Verein brauchen zudem das Geld“, macht Klag deutlich. Seit eineinhalb Jahren keine Veranstaltungen mehr, das sei angesichts der großen Investitionen in der jüngsten Zeit nur schwer zu stemmen. So hatte die Turngemeinde ihr Vereinsheim erst vor kurzem aufwendig umgebaut. Also wollen die Mitglieder am dritten Adventssonntag, 12. Dezember, ihre Stände aufschlagen. „Wir können das alles sehr kurzfristig organisieren“, macht Werner Klag deutlich. Weil das Märktchen nur am Sonntag öffnet, dürfen die Organisatoren lediglich Speisen und Getränke anbieten und keine Geschenkartikel – nicht einmal Marmelade ist erlaubt, wie der Verein vor einigen Jahren feststellen musste. Damit werde allerdings auch die Organisation um einiges leichter. „Einfach nur Bratwürste und Pommes bestellen, das ist schnell erledigt“ – für alte Hasen an den Essensständen überhaupt kein Problem, scherzt Klag.

Ganz neue Wege geht die Gemeinde Groß-Rohrheim: Sie plant den Nikolausmarkt am Samstag, 4. Dezember, im Rathaushof. Dabei sollen die 2G-Regeln gelten, kündigt Bürgermeister Rainer Bersch an. In den Hof dürfen dann ausschließlich geimpfte oder genesene Besucher, eine Security-Firma soll mit der Einlasskontrolle beauftragt werden. Der Nikolausmarkt ist auch Thema im nächsten Sport- und Kulturausschuss am 20. Oktober. Allerdings stehen alle Zeichen bereits auf Kerzenschein und Waffelduft: „Die Anfragen an die Vereine sind schon rausgegangen, und wir haben viele positive Rückmeldungen“, berichtet Bersch – und freut sich: „Es machen fast so viele Teilnehmer mit wie sonst auch.“

Redaktion Redakteurin "Südhessen Morgen", Schwerpunkt Bürstadt

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