Ausschuss - Politiker sorgen sich wegen Verweigerern Abstimmen ohne Maske?

Von 
cos
Lesedauer: 

Bürstadt. „Wie geht man eigentlich mit Maskenverweigern bei der Wahl um?“ Das wollte Lothar Ohl (SPD) von der Bürgermeisterin im Haupt- und Finanzausschuss wissen. Tatsächlich sei das „ein großes Problem“, sagte Bärbel Schader. „Wir können die Menschen nur auffordern, eine zu tragen und welche bereitlegen. Aber wir sind nicht berechtigt, das ärztliche Attest zu kontrollieren.“

AdUnit urban-intext1

Der Wahlvorstand habe keinerlei Befugnisse, das Tragen von Masken durchzusetzen. Gleichwohl werde in den Wahllokalen überall darauf hingewiesen. Zudem würden die Mitarbeiter des Betriebshofs Spuckschutzwände aus Plexiglas installieren sowie ausreichend Kugelschreiber bereitlegen. Schader hofft auf eine hohe Zahl an Briefwählern, damit weniger Bürger ins Wahllokal kommen. „Aber wir müssen gewährleisten, dass die Bevölkerung am Wahlsonntag regulär abstimmen kann.“

Keinesfalls dürften Menschen, die ohne Maske kämen, an der Stimmabgabe gehindert werden. Laut Lothar Ohl beauftragt Worms sogar Security-Mitarbeiter am Wahlsonntag. Das lehnt Schader ab. „Unser Ordnungsamt kann aber auch nicht kontrollieren, weil es selbst in den Wahlvorständen eingesetzt wird.“ Alle Helfer erhielten vorab eine Schulung, betonte Schader. Sie freut sich, dass sich genügend Helfer gefunden haben. Die Mehrheit stammt aus den bestehenden Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung. cos