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Naturoase Bürstadt - Bürgermeisterin Barbara Schader und Alois Klüber weihen neues Warnschild ein

Wasservögel und Fische vor Pizza und Kartoffelsalat schützen

Von 
Stefanie Reis
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Sonnenbotschafterin Luisa-Marie I (von links), Bürgermeisterin Barbara Schader und Initiator Alois Klüber bei der Einweihung des Schildes. © Stefanie Reis

Bürstadt. „Er ist jeden Tag hier in der Natur, schaut nach dem Rechten im Biotop und zeigt damit unglaubliches bürgerschaftliches Engagement“, lobte Bürgermeisterin Barbara Schader den jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz von Alois Klüber für die Naturoase Bürstadt. Ein Macher sei Klüber, dessen Herz für die grüne Naherholungsidylle schlägt und der sich mit Leidenschaft dafür einsetze. So sorgte er nun mit einem eigenen Sponsor dafür, dass am Teich ein Schild angebracht wird: „Bitte nicht füttern“, um die Wassertiere zu schützen.

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Wie Alois Klüber bei der Einweihung des Schildes berichtete, gab es oftmals Probleme mit Besuchern, welche die Wasservögel fütterten „und zwar mit allem, was sie dabei haben – von Pizza über Döner bis hin zu Kartoffelsalat und Brot, alles, was ich als Müll bezeichne“. Vögel füttern sei beliebt, berge jedoch gesundheitliche Risiken für die Tiere, die gar zum Tode führen könnten.

Um die Tiere zu schützen, wurde am Teich nun ein Hinweisschild aufgestellt, auf dem auf die Gefahren der Fütterung für die Tiere aufmerksam gemacht wird. Darauf wird erklärt, dass etwa Brot den Tieren im Magen aufquillt, zwar für ein Sättigungsgefühl sorge, jedoch keine wichtigen Nährstoffe an das Tier abgeben würde. Ein Teil des ins Wasser geworfene Futters wird nicht gefressen, sondern landet auf dem Grund und belastet den Sauerstoffhaushalt des Gewässers. Daher: „Füttern sie keine Wasservögel oder Fische, die Tiere finden genug Nahrung!“

Initiiert hat das Schild Alois Klüber und sich auch gleich um dessen Finanzierung gekümmert. Als Sponsor fand er Mehmet Ay, von der Blitz Industrieservice GmbH Lampertheim. Dieser übernahm die Kosten des Schildes in Höhe von 300 Euro. Kennengelernt haben sich die beiden in der Naturoase. „Ich kümmere mich ehrenamtlich seit zehn Jahren täglich um die Naturoase. Halte die Wege, Bänke und Teichanlage von Unrat sauber. Müll, wie Flaschen, Dosen und sonstiger Abfall, der einfach von vielen Besuchern auf den Parkbänken liegen gelassen oder in die Hecken geworfen wird, entsorge ich“, erzählt er.

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Einsatz zeigt Wirkung

Während der Pandemie sei es vermehrt zu Müll und Unrat gekommen. „In dieser Zeit lernte ich Mehmed Ay kennen, der sich auch gerne in der Oase aufhält“, berichtete Klüber. Ay habe beobachtet, wie er Müll einsammelte und unterstützte ihn. So manchen Schmutzfink habe Ay direkt angesprochen. „Nach ein paar Wochen merkte ich, dass man auf ihn hörte, denn in der Oase wurde der Müll immer weniger“, lobte Alois Klüber.

So versuchte er nun, der Problematik am Teich Herr zu werden, schaute sich in der Umgebung um und ließ sich von dortigen Hinweisschildern für ein entsprechendes in Bürstadt inspirieren. Kurz danach habe er bei einem seiner Arbeitsdurchgänge in der Oase Mehmet Ay getroffen. „Während unseres Gesprächs bot er mir spontan seine Hilfe an, wenn er etwas für mich hier tun könnte, solle ich Bescheid geben. Und da habe ich ihm von dem Schild erzählt und er war sofort bereit, die Kosten dafür zu übernehmen“, freute sich Alois Klüber. Beide hoffen, dass durch das Schild Besucher abgehalten werden, die Tiere zu füttern. Schön findet Klüber, dass sich die Naturoase seit der Einweihung 2006 so gut entwickelt habe.

„Heute ist die Naturoase und der Teil zu einem tollen Biotop geworden. Gut 100 Bäume und sechs Bänke wurden in dieser Zeit von Bürstädter Bürgern gestiftet“, berichtete er und ergänzte, dass am Teich neun verschiedene Wasservögel und in der Oase gut 34 Singvogelarten beobachtet werden könnten.

Freie Autorin

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