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Ortsbeirat - Straßen zum Rhein überlastet / Alte Eiche völlig kahl, aber unter Naturschutz

Nordheimer ärgern sich über Raser von Auswärts

Von 
Christine Dirigo
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Über die schmale Schleegasse geht’s zum Rhein. Tempolimit gilt nur im vorderen Bereich, danach werde gerast, sagen verärgerte Anwohner. © Christine Dirigo

Nordheim. Die Zufahrt zum Rhein hat den Ortsbeirat Nordheim in seiner Sitzung beschäftigt. Viele Anwohner sind genervt vom vielen Verkehr, zudem stufen sie das Rasen durch die Straßen als gefährlich ein. Häufig sehen sie auswärtige Kennzeichen auf den Autos. Neben den Nato-Straßen und der Straße „Zum Rhein“ sei vor allem die Schleegasse betroffen, hieß es im Ortsbeirat.

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Hinzu kommt die Parksituation in den engen Gassen, die ein Durchkommen von Rettungsfahrzeugen und der Müllabfuhr manchmal unmöglich machen. Ganz zu schweigen von den vielen Hinterlassenschaften der Rheinbesucher und dem Lärm auf dem Wasser durch Boote und Jetskis. Mehrere Besucher der Sitzung beschwerten sich über freche Antworten und bewusste Regelverstöße der Gäste. Zu lösen seien die Probleme nicht so einfach. Das Wasser- und Schifffahrtsamt hat hier die Verantwortung, das Bibliser Ordnungsamt ist nur geduldet und kann nicht so viel unternehmen, wie es gern möchte.

Bürgermeister Volker Scheib hörte sich alle Beiträge und Klagen an und versucht, für den während der Pandemie ausgefallenen Runden Tisch zur Nato-Straße im Oktober einen neuen Termin zu finden. Er möchte allen den Zugang zum Rhein ermöglichen. Konstantin Großmann (CDU), Vorsteher der Gemeindevertretung, machte den Vorschlag, einen mobilen Blitzer in Richtung Rhein in Ergänzung zu anderen Maßnahmen einzusetzen. Im Herbst würden sich Fachleute mit dem Parkraumkonzept für die Großgemeinde befassen und sich auch in den Ortsteilen schwierige Situationen anschauen.

Packstation: Ortsvorsteherin Renate Weissbrodt (SPD) wünscht sich eine Station von DHL im Ort, wo rund um die Uhr Pakete abgeholt und abgegeben werden können. Als Standort wurde das Alte Rathaus vorgeschlagen, weil es gut erreichbar sei und Parkplätze biete. „Für die Post ist wichtig, dass es gut einsehbar und einigermaßen belebt ist. Bevor sie eine solche Station aufstellt, muss geprüft werden, ob es lukrativ ist“, erklärte der Bürgermeister. Die Ausschussmitglieder empfahlen diesen Standort einstimmig.

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Bäume: Die alte Eiche am Rheindamm trägt in diesem Jahr kein einziges Blatt. Das macht Ortsvorsteherin und Gerhard Rothenhäuser (SPD) Sorgen. Scheib hat schon mit der zuständigen Abteilung bei der Kreisverwaltung gesprochen. Vorerst werde die hundertjährige Eiche für zwei Jahre unter Naturschutz gestellt, weil der Eichenheldbockkäfer dort lebt. „Der Baum wird von Heppenheim aus betreut und gepflegt. Wenn er letztendlich gefällt werden müsste, wird mit der Bevölkerung entschieden, was mit dem Stamm passiert“, sagte der Bürgermeister. In Zusammenhang mit dem Programm „Tausend Bäume für Biblis“ hat sich ferner die CDU mit Christopher Wetzel verschiedene Standorte ausgewählt und mit Ortslandwirten gesprochen. So könnten Bäume an den beiden Ortseingängen und der Nato-Straße Platz finden.

Mähen: Die Wiese im Hochzeitswald hinter dem Sportplatz wird künftig vom Bauhof noch weniger gemäht als sonst. Beim Mähen der Brandwege möchte sich Scheib mehr auf die Mithilfe der Anwohner verlassen. Vielleicht könnte auch der ein oder andere Brandweg entwidmet werden.

Baugebiet: Dazu sei noch nichts entschieden, es gebe auch noch keine Warteliste von Bauwilligen. „Im Ortsteil gibt es bisher vier Bewerber, aber sobald ein Gebiet ausgewiesen ist, geht das erfahrungsgemäß sehr schnell mit den Anfragen“, sagte der Bürgermeister.

Bänke: Sie wurden auf dem Friedhof aufgestellt, könnten aber noch verschoben werden. Scheib bat um Rückmeldung in Bezug auf die Standorte.

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Schild: In der Straße „Zum Steiner Kreuz“ im Bereich der abknickenden Vorfahrt steht nun ein Halteverbotsschild. In den kommenden Tagen sollen noch schraffierte Linien auf dem Boden aufgezeichnet werden

Flussregenpfeifer: In Sachen Sandbanksperrung wegen der Brutsituation, die dieses Jahr erneut ausgesprochen wurde, hat Günter Mössinger vom Verein für Heimatgeschichte Alternativen ausgearbeitet, die mit den zuständigen Ämtern besprochen werden sollen. cid

Freie Autorin

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