Boxring - HBV-Sparringsturnier in der Erich Kästner-Schule / Junge Talente absolvieren erste Begegnungen Harte Kämpfe ohne Verlierer

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BÜRSTADT. Elf interessante Boxkämpfe erlebten zahlreiche Zuschauer in der Sporthalle der Erich Kästner-Schule. 22 Kämpfer zwischen zehn und 18 Jahren waren aus Mittel- und Südhessen sowie aus der Metropolregion mit ihren Trainern und Betreuern angereist, um ihre Kampfkraft und ihre technischen Fähigkeiten zu messen.

Spannende Kämpfe: Junge Talente treffen sich, um erstmals ihre Kräfte zu messen.

© Nix
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Die Mitglieder des Bürstädter Boxrings richteten zum wiederholten Male ein Sparringsturnier des Hessischen Boxverbandes (HBV) aus. Gerd Meyer und seine Vereinskollegen hatten die Veranstaltung gut vorbereitet und sorgten für einen reibungslosen Verlauf rund um die zwei Boxringe.

"Leider ist heute die Resonanz der Sportler nicht so gut, wie wir es uns gewünscht hatten", sagte Gerd Meyer, der Hauptorganisator des reinen Anfängerturniers. "Es gibt an diesem Wochenende etliche Konkurrenzveranstaltungen." Die Schüler und Jugendlichen mussten ihre Anreise nach Bürstadt allerdings nicht bereuen und konnten ihre Kräfte unter perfekten Rahmenbedingungen austesten.

In jeweils zwei parallel stattfindenden Kämpfen sorgten schwarz-weiß gekleidete Ringrichter und ein neutrales Kampfgericht zwischen den Ringvierecken dafür, dass die einzelnen Fights fair verliefen und die Boxer allesamt unverletzt blieben. Nach Altersklassen eingeteilt wurde dreimal eine Minute, dreimal zwei Minuten oder sogar dreimal drei Minuten geboxt. Selbstverständlich mit Kopf- und Mundschutz. Die Handschuhe für alle künftigen Klitschkos oder Abrahams stellte der ausrichtende Boxring aus Bürstadt.

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"Bei der Zusammenstellung der einzelnen Paarungen haben wir natürlich auch darauf geachtet, dass beide Kontrahenten ungefähr gleich groß und gleich kräftig sind", erklärte Meyer während einer Kampfpause. "Was wir von vorne herein verhindern wollen, ist zu viel Härte. Wenn es in einem Kampf zu arg zur Sache geht oder gar unfair wird, brechen unsere Ringrichter ab." Schließlich würden hier junge Sportler aufeinandertreffen, die allesamt ihren ersten Boxkampf innerhalb eines offiziellen Turniers bestehen wollten. "Daher gibt es auch keine Punktwertungen und keine Sieger - wir haben hier nur Gewinner", betonte Meyer. So konnte auch Ringarzt Dr. Walter Seelinger einen ruhigen und entspannten Nachmittag verleben.

"Leider kann von unserer Vereinsseite nur ein Teilnehmer starten", bedauerte Gerd Meyer. "Drei weitere junge Aktive unseres Boxrings mussten kurzfristig absagen". So blieb es dem 16-jährigen Liridon Ozop vorbehalten, die Bürstädter Farben zu vertreten, was er auch mit einem beherzten Auftritt über die volle Kampfdistanz tat.

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Die Zuschauer auf der Tribüne der Sporthalle belohnten aber nicht nur seinen Auftritt mit viel Applaus. Die eigentliche Belohnung für die jungen Boxer war allerdings, dass sie ihren ersten Kampf geschafft hatten. Jetzt konnten die Heimatvereine einen Kampfpass für die jungen Kämpfer beim Hessischen Boxverband beantragen, wie Gerd Meyer erklärte.

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So gab es nach dem Ende der Wettkämpfe nur zufriedene Gesichter: bei den Organisatoren, den Aktiven sowie den Funktionären des HBV, die die gelungene Organisation des Box-Events - inklusive der Bewirtung mit Speisen und Getränken im Hallenfoyer - ausdrücklich lobten. beh