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FFW Biblis

Freiwillige Feuerwehr Biblis gut aufgestellt

Jahreshauptversammlung beschließt Einzäunung des Gerätezauns für 60 000 Euro / Boxenfest und Weihnachtsmarkt geplant

Von 
Jutta Fellbaum
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Die Geehrten und Beförderten der FW Biblis. © Jutta Fellbaum

Biblis. Hinter der Feuerwehr Biblis liegen anspruchsvolle Jahre. Obwohl die Freiwilligen während der Corona-Pandemie einen Sonderstatus genießen und als „systemrelevant“ eingestuft wurden, hat nicht nur der Übungsbetrieb darunter gelitten. Auch die Aus- und Weiterbildung auf Kreis- und Landesebene musste eingeschränkt werden.

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Nach dreijähriger Pause fand nun die Jahreshauptversammlung im Gerätehaus der Wehr statt. Vereinschef Marc Herrmann konnte dabei nicht nur 30 Feuerwehrmitglieder begrüßen, sondern auch Bürgermeister Volker Scheib, Gemeindevertretervorsitzenden Konstantin Großmann, Ewald Gleich (SPD), Kreisbrandinspektor Steffen Lutter, Kreisjugendfeuerwehrwart Lutz Machleid, Sabrina Kern (Jugendfeuerwehrwartin Löschbezirk IV) und Gemeindebrandinspektor Ingo Ess.

In Vertretung von Wehrführer Jakob Seibert berichtete sein Stellvertreter Marco Reinhardt von steigenden Einsätzen. Insgesamt wurde die Wehr in den drei Jahren 223 Mal alarmiert. Neben zahlreichen Hilfeleistungen wurden sie zu 85 Brandeinsätzen gerufen. Darunter fünf Großbrände in Nordheim und Biblis (wir berichteten). Auch die Anzahl von Flächen- und Vegetationsbränden hat zugenommen. Extreme Unwetterlagen zogen vermehrt Hilfeleistungen nach sich. Besonders entsetzt war man über die zwei Brände in der DRK Rettungswache bei dem ein Fahrzeug und medizinische Gerätschaften in Mitleidenschaft gezogen wurden. Reinhardt hob die gute Zusammenarbeit mit den Ortsteilwehren hervor und Zufrieden zeigte man sich außerdem, dass die Mannschaftsstärke weiterhin mit 42 Einsatzkräften angegeben werden kann. Das Durchschnittsalter liegt bei 37 Jahren und bündelt Erfahrung und Tatendrang.

Stolz auf den Nachwuchs

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Jutta Fellbaum
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Schmerzlich vermisst wird Gerätewart Dirk Ess. Denn neben den üblichen Übungs- und Unterrichtsstunden müssen sie eine Vollzeitkraft durch ehrenamtliche Arbeit kompensieren. Sein Apell galt der Politik, diesen Missstand bevorzugt zu behandeln und Abhilfe zu schaffen. Stolz ist die Einsatzabteilung auf ihren Nachwuchs, die Frauengruppe und die Alters- und Ehrenabteilung. In Vertretung von Jugendwart Patrick Kranz berichtet Johannes Berg von Ausflügen und dem Ablegen der Leistungsspange. 14 Jugendliche sind „bei der Stange geblieben“.

Es konnten acht neue Mitglieder geworben und drei der Einsatzabteilung übergeben werden. In der Kinderfeuerwehr treffen sich 13 Kids alle 14 Tage zu Sport, Spiel, Spaß und Spannung.

Eine Satzungsänderung macht es zukünftig im Bedarfsfall möglich, eine Jahreshauptversammlung auch online abzuhalten. Auch Briefwahl soll zukünftig möglich sein. Obwohl keine Festveranstaltungen möglich waren, ist die Kasse ausgeglichen. Firmen und Bürger haben durch Spenden tatkräftig dabei unterstützt. Zum neuen Kassenprüfer wurde Marius Baschnagel gewählt. „Das Feuerwehrleben beginnt wieder“, erklärte Kreisbrandinspektor Steffen Lutter dankbar. Er war sich sicher, dass sich der Stau auf dem Ausbildungssektor auflösen wird. Zudem soll die virtuelle Arbeit verstärkt werden.

„Worte können es nicht fassen, was sie leisten!“ Damit dankte Bürgermeister Volker Scheib den Brandschützern. Er versicherte, immer an der Seite dieser zu stehen, auch wenn er einmal nicht direkt mit an der Front zu finden ist. „Ich stehe authentisch hinter ihnen“ versicherte er. Ein besonders Lob sprach er Gemeindebrandinspektor Ingo Ess aus. Mit ihm arbeite er erfolgreich zusammen um gemeinsam die Herausforderungen zu meistern.

Ihm schloss sich Gemeindevertretervorsitzender Konstantin Großmann nur zu gerne an. Zudem brachte er als Zeichen der Anerkennung Kinogutscheine für die Kinderfeuerwehr mit und für einen Ehrenamtsabend liefert „der Metzger seines Vertrauens“ einen Spießbraten. Lob gab es zudem von Ewald Gleich (SPD).

Mitgeteilt wurde, dass die Wehr am 5. November ihr Boxenfest feiert und sich am Weihnachtsmarkt (26. und 27. November) beteiligen will. Zudem soll das Gerätehaus demnächst eingezäunt werden. Dafür wurden 60 000 Euro veranschlagt. Fell

Freie Autorin

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