Rhein-Neckar - Kreisweit rund fünf Prozent schon mal infiziert

Inzidenz sinkt unter 20

Von 
Anja Görlitz
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Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Fallzahlen im Rhein-Neckar-Kreis ist am Donnerstag wieder knapp unter den Wert von 20 gefallen. Das geht aus den im Internet veröffentlichten Zahlen des Landratsamts hervor. Am Sonntag und Montag dieser Woche war dies schon einmal der Fall gewesen – zuvor seit Anfang Oktober 2020 nicht mehr. Den sechsten Tag in Folge wurden auch keine weiteren Covid-19-Todesfälle im Landkreis bekannt. Die Zahl der Noch-Infizierten stieg um sechs auf 211. Gegenüber dem Vortag meldete die Behörde am Donnerstag 22 neu bestätigte Fälle. In den beiden Wochen zuvor waren es am Donnerstag jeweils 26.

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Insgesamt haben sich kreisweit seit Beginn der Pandemie 22 350 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, das sind knapp fünf Prozent der rund 449 000 Einwohner. 21 717 von ihnen gelten als genesen.

Im Folgenden die Situation in den Kommunen, vorn die Gesamtzahl aller bisherigen Covid-19-Fälle, in Klammern die der Neuinfektionen und Noch-Infizierten:

  • Edingen-Neckarhausen: 567 (1/3)
  • Heddesheim: 507 (0/6)
  • Hirschberg: 339 (0/4)
  • Ilvesheim: 367 (0/1)
  • Ladenburg: 424 (0/1)
  • Schriesheim: 373 (0/1)
  • Weinheim: 1700 (2/24)

Redaktion Redakteurin Neckar-Bergstraße

Thema : Coronavirus

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    Trotz der entspannten Corona-Lage in Deutschland haben Wissenschaftler, Ärzte und Politiker für Vorsicht in der Pandemie geworben. Durch die ansteckendere Variante Delta könne sich das Virus wieder verbreiten, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Freitag. Diese Entwicklung könne vor allem Ungeimpfte und erst einmal Geimpfte treffen. „Das dürfen wir einfach nicht riskieren.“ Auch bei niedrigen Inzidenzen sei deshalb ein behutsames Öffnen in kleinen Schritten nötig. Durch Impfungen, Masketragen in Innenräumen und Abstandhalten könnten wiedergewonnene Freiheiten erhalten bleiben. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warb für Vorsicht, vor allem in der Reisezeit. „Das kann ein guter Sommer werden“, sagte der CDU-Politiker. Es gebe Anlass zur Zuversicht. Aber vor allem, wenn alle aufmerksam blieben. Lockerungen sollten bei steigenden Sieben-Tage-Inzidenzen deshalb regional wieder zurückgenommen werden. Und zwar nicht erst bei einem Wert von 50, betonte Spahn, „sondern früher“. Impfen schreitet voran {element} Bundesweit ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in Deutschland binnen sieben Tagen nach den jüngsten RKI-Zahlen weiter gesunken – auf aktuell 10,3. Zu den Erfolgen in der Pandemiebekämpfung rechnet Spahn auch die Fortschritte beim Impfen. Jeder zweite Bürger in Deutschland habe mindestens eine Spritze bekommen, fast ein Drittel (29,6 Prozent) seien vollständig geimpft. {furtherread} „Das Virus ist nicht verschwunden. Lassen Sie uns die Erfolge nicht leichtfertig verspielen“, sagte Wieler. „Lassen Sie uns auch die wiedergewonnene Freiheit erhalten, indem sich immer mehr Menschen vollständig impfen lassen.“ Noch kursiere die Delta-Variante auf niedrigem Niveau (rund sechs Prozent) in Deutschland. Es sei jedoch nicht die Frage, ob Delta das Infektionsgeschehen in Deutschland dominiere, sondern wann, ergänzte er. Im Herbst werde es wieder zu mehr Neuinfektionen kommen, sagte Wieler. Und im Moment sei die Hälfte der deutschen Bevölkerung noch nicht ausreichend durch Impfungen geschützt. Dafür müsste es 80 Prozent vollständig immunisierte Bundesbürger geben. In Mannheim sind bis Donnerstagabend 220 869 Impfungen durchgeführt worden. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um 134 665 Erst- und um 86 204 Zweitimpfungen, die im Impfzentrum und von den mobilen Impfteams verabreicht wurden. Dem Gesundheitsamt wurden am Freitag (bis 16 Uhr) sieben neue Fälle einer nachgewiesenen Corona-Infektion gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt – auf Basis der von der Stadt gemeldeten Zahlen – bei 14,5. Am vergangenen Freitag lag sie noch bei 20,9. cs/dpa

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