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Neckar-Bergstraße - Der kinetische Brunnen am Weinheimer Hutplatz ist saniert und glänzt wieder wie neu / Kleine Einweihungsfeier

Aus der Ladenburger Werkstatt zurück

Von 
ron/red
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Der Ladenburger Künstler Michael Kissel stand mittendrin, als der sanierte Hutplatzbrunnen bei einer Feier übergeben wurde. © Stadt Weinheim

Jetzt verneigt er sich wieder. In diesem Jahr definitiv vor weniger fröhlichen Menschen, weil er an der Kerwe auf seinem Hutplatz stets in besondere Schwingung versetzt war und Kerwe nochmal ausfallen muss. Aber er ist wieder da, der kupferne Hut, Wahrzeichen des idyllischen Altstadtplatzes in Weinheim. Ein paar Wochen lang war er in der Ladenburger Werkstatt seines Schöpfers Michael Kissel. Jetzt bildet er wieder den Hauptteil des kinetischen Brunnens am Hutplatz.

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Mit einem kleinen Umtrunk feierte eine kleine Gruppe von Menschen jetzt die Rückkehr des Hutes mitten in der Weinheimer Altstadt. Mitten drin der Künstler selbst, Michael Kissel, mittlerweile 78 Jahre alt und topfit. Den Hutplatzbrunnen entwarf er vor 33 Jahren. Und er erinnerte sich jetzt daran: „Es gibt ja die Geschichten von Menschen, die früher einen Hut grüßen mussten, stellvertretend für einen Herrschenden. Ich wollte die Szene umdrehen, so dass ein sich verneigender Hut das Volk grüßt.“

Manfred Müller-Jehle, in den 80er-Jahren als Stadtplaner für die Altstadtsanierung zuständig, erläuterte, wie der Hutplatz seinerzeit vom schnöden Parkplatz zum Boule-Platz mit französischem Flair umgestaltet wurde.

Französisches Flair

Die Namensgebung kommt vom benachbarten Hutgässchen, so wie viele Altstadtgassen nach alten Handwerkszünften benannt sind – das Hutgässchen war einst der Ort der Hutmacher.

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Wie damals die Brunneninstallation, so unterstützte auch diesmal die Volksbank die Sanierung des Kunstwerks, das eine Art Kulturgut darstellt. Bankvorstand Carsten Müller bekräftigte das Engagement seines Hauses. Weinheims Oberbürgermeister Manuel Just bedankte sich bei den Beteiligten für das Engagement; Weinheims Attraktivität stelle sich besonders auf den schönen Plätzen der Altstadt dar. Wenn man den größeren Marktplatz öfter als das Herz der Altstadt bezeichne, so der OB, dann sei der Hutplatz dazu der Vorhof dieses Herzens.

Ein besonderes Lob bekamen aber die Männer des Bauhofs vom Künstler persönlich. 33 Jahre lang hielt der Hut aus, bevor er zum ersten Mal in eine Werkstatt musste. „Das war nur möglich, weil er immer vor Ort gut gepflegt wurde“, beschrieb Michael Kissel – und verneigte sich vor den fleißigen Männern der Stadt. ron/red

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