Tourismusbranche leidet massiv unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie

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lhe
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Hessen. Die hessische Tourismusbranche leidet nach wie vor erheblich unter der Corona-Pandemie. Die Beherbergungsbetriebe zählten im Juli 2020 nur halb so viele Gäste wie im gleichen Monat des Vorjahres, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Im Juli dieses Jahres zählten die Betriebe 741 000 Gäste und 1,97 Millionen Übernachtungen - 42 Prozent weniger Übernachtungen als im Juli 2019. Allein aus dem Ausland seien 74 Prozent weniger Besucher angereist, teilte das Landesamt mit.

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Da die geöffneten Betriebe zahlreiche Auflagen hätten erfüllen müssen, habe sich das Bettenangebot im Vergleich zum Juli 2019 um ein Zehntel reduziert. Die durchschnittliche Auslastung sank um mehr als ein Drittel auf 27 Prozent.

Rund 85 Prozent der Übernachtungsgäste kamen laut Statistik aus Deutschland, nur 15 Prozent reisten aus dem Ausland an. Die am stärksten vertretenen Nationen waren die Niederlanden, die Schweiz und Dänemark.

Die stärksten Rückgänge der Übernachtungszahlen mussten im Juli den Angaben zufolge Betriebe in Frankfurt (minus 67 Prozent) und im Landkreis Groß-Gerau (minus 65 Prozent) hinnehmen. Am wenigsten waren die Landkreise Limburg-Weilburg (minus 2 Prozent) und Waldeck-Frankenberg (minus 8 Prozent) betroffen.

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Die rund 200 hessischen Campingplätze, die geöffnet hatten, registrierten dagegen elf Prozent mehr Gäste als im Vorjahresmonat und genauso viele Übernachtungen.