Eishockey Team-Leistung sorgt bei Adlern für gelungenen Start ins neue Jahr

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jako
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David Wolf und Tobias Schmitz im Duell um den Puck. © AS Sportfoto/ Binder

Mannheim. Am 17. Dezember hatten die Adler Mannheim letztmals mit voller Punktzahl gewonnen. Seit dem 7:2-Sieg in Nürnberg holte die Mannschaft von Chef-Trainer Pavel Gross fünf Punkte aus fünf Partien. Nach dem Erfolg nach Penaltyschießen in Köln am 30. Dezember, starteten die Blau-Weiß-Roten mit einem Heimsieg gegen die Iserlohn Roosters ins neue Jahr. Dank des 2:0 wurden dem Konto drei Zähler gutgeschrieben.

Eishockey Heimerfolg für die Adler: 2:0-Sieg gegen Iserlohn

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Die Voraussetzungen dafür waren nicht die besten, gleich fünf Stürmer fehlten verletzt (Markus Eisenschmid, Marcel Goc), wegen des Einsatzes bei der U-20-Nationalmannschaft (Tim Stützle) – kurzfristig meldeten sich zudem Matthias Plachta und Nico Krämmer krank. Beide werden auch am Sonntag gegen Düsseldorf fehlen. „Wir haben immer gesagt, dass es eine Chance für die anderen Jungs ist, wenn Führungsspieler ausfallen. Das hat gegen Iserlohn geklappt. Es freut mich für Brent Raedeke, dass er beide Tore erzielt hat“, erklärte Gross nach dem Sieg in der ausverkauften SAP Arena. Nach Vorarbeit von Borna Rendulic hatte der 29-jährige Deutsch-Kanadier bereits in der zehnten Minute für die verdiente 1:0-Führung gesorgt. In der Folge taten sich die Mannheimer phasenweise schwer gegen die auf Konter lauernden Roosters. Mehrmals musste Torhüter Dennis Endras in höchster Not retten, weil seine Vorderleute nicht schnell genug zurückgekommen waren.

„Aus meiner Sicht war Dennis der Mann des Abends. Er hat super gehalten und sich seinen Shut-out verdient“, freute sich der Doppeltorschütze für seinen Keeper und „über den guten Start ins neue Jahr“. Und er stellte seine beiden Treffer als Ergebnis von guter Teamarbeit dar. „Wir haben defensiv solide gearbeitet. Dass es bei mir so gut läuft, hängt auch damit zusammen, dass ich mit ,Miksa‘ (Järvinen) und ,Rendu‘ (Borna Rendulic) zwei tolle Jungs in der Reihe habe“, sagte Raedeke, dem zwei seiner vier Saisontreffer ausgerechnet gegen Iserlohn gelangen: „Zwei Tore, eine aufsteigende Leistung: Das fühlt sich natürlich gut an. Vor allem gegen seine ehemalige Mannschaft zu treffen und dann gleich zwei Mal, macht es noch einmal besonders.“ Der Offensivmann sprach in seiner Analyse auch die besonderen Umstände an: „Dass wir trotz der vielen fehlenden Stürmer vier Reihen aufs Eis gebracht haben, zeigt, wie tief unser Kader ist. Die vierte Reihe hat einen guten Job gemacht. Vor allem wenn man bedenkt, dass da zwei Verteidiger am Start waren.“ Auf den zweiten Treffer aus der 46. Minuten angesprochen, gab Raedeke zu: „Ich dachte auch, dass ,Rendu‘ selbst schießen würde. So hat er die gegnerischen Spieler verwirrt und ich habe schnell reagiert und die Scheibe unter die Latte geschossen. So ein Tor zu schießen, macht schon Spaß.“

Mit zusätzlichem Selbstvertrauen wollen die Adler nun die Auswärtsaufgabe gegen die Düsseldorfer EG am Sonntag (16.30 Uhr/MagentaSport) angehen. „Beim letzten Mal haben wir dort nach Penaltyschießen verloren. Da ist also noch eine Rechnung offen. Und wir wollen den nächsten Sieg nachlegen“, erklärte der Stürmer.

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„Das nächste schwere Auswärtsspiel“, erwartet auch Endras gegen die DEG. Doch zumindest kurz genoss auch der 34-Jährige den Sieg über Iserlohn. „Die Jungs haben sich zum Schluss noch in die Schüsse reingeworfen und auch für meinen Shut-out gekämpft. Das hat mich natürlich gefreut und das ist  auch immer ein kleines persönliches Erfolgserlebnis“, sagte der Schlussmann. „Nach zwei Auftritten auswärts war es schön, nach meiner Verletzung wieder ein Heimspiel absolvieren zu können und dann auch noch drei Punkte einfahren zu können“, freute sich der „Mann des Abends“, wie ihn sein Coach bezeichnete. Und auch Roosters-Trainer Jason O’Leary zollte Endras großen Respekt.