Heidelberg Staatsanwalt fordert zwölf Jahre Haft für Ilvesheimer Bankräuber

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miro
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Heidelberg/Ilvesheim.. Im Prozess um den Bankraub in Ilvesheim vom 25. Juni 2019 hat der Staatsanwalt vor dem Landgericht Heidelberg zwölf Jahre Haft gefordert. Dem Angeklagten wird schwere räuberische Erpressung, erpresserischer Menschenraub und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der Staatsanwalt hält zudem eine Sicherheitsverwahrung für notwendig, da der 57-jährige Franzose seit Jahren immer wieder Raubüberfälle beging und bereits lange Haftstrafen absitzen musste. Der mehrfach Vorbestrafte hatte den Überfall in der Hauptverhandlung gestanden. Der Nebenkläger hielt acht Jahre und zehn Monate für ausreichend.

Der Angeklagte mit seinem Anwalt Martin Merkel-Günther. (Archiv) © Priebe
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Der medizinische Gutachter attestierte dem Angeklagten zuvor eine hohe Rückfalltendenz. Selbst eine mehr als zehnjährige Haftstrafe in Frankreich habe den 57-Jährigen bislang nicht dazu bewegen können, sein Leben neu auszurichten: „Sie ist ohne Resonanz verhallt.“ Vielmehr hätten kriminelle Taten seit mehreren Jahrzehnten das Leben bestimmt. Der Angeklagte sei nie länger einer legalen Erwerbstätigkeit nachgegangen. Gewalt setze er dabei nicht impulsiv, sondern sehr bewusst und gezielt ein.

Die Einschätzung des Gutachters hat unter anderem für der Frage Bedeutung, ob der mutmaßliche Bankräuber in Sicherungsverwahrung genommen werden muss. Für eine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik oder Suchtklinik gebe es keine medizinischen Gründe, führte der Gutachter weiter aus. Das Urteil soll am kommenden Donnerstag verkündet werden.

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