SV Waldhof Nach Corona-Tests beim SV Waldhof: „Alles im grünen Bereich“

Von 
Alexander Müller
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Waldhof-Manager Jochen Kientz. © Imago

Mannheim. Hinter dem SV Waldhof liegt eine turbulente Woche. Der Streit um die Fortsetzung der 3. Liga fand eine weitere - nicht für möglich gehaltene - Eskalation. Auf der einen Seite der DFB und die Clubs, die die Saison mit Geisterspielen und einem strengen Hygienekonzept zu Ende bringen wollen, auf der anderen Seite die Allianz der Abbruchbefürworter mit Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp an der Spitze. „Der DFB jagt uns in die Insolvenz“, polterte der 37-Jährige in einem großen Interview mit dem Portal „Sport1“ in Richtung des Verbandes. Der DFB hatte den Ton in Richtung der „Abweichler“ zuvor fast täglich verschärft und konterte die störrischen Mannheimer am Donnerstag aus, indem er das Mannschaftstraining per Anordnung untersagte, weil der SVW die beiden im Hygienekonzept vorgeschriebenen Corona-Testreihen noch nicht durchgeführt hatte. Schon am Freitag musste der Verband allerdings einen schweren Rückschlag bei seinem Vorhaben, die Saison zu Ende zu spielen, hinnehmen: Der für den 26. Mai geplante Neustart wurde nach hinten verschoben, weil zum Beispiel in Sachsen-Anhalt und Thüringen die Politik bisher kein grünes Licht zu den Plänen gegeben hat.

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Der Stopp für das Mannschaftstraining führte am Alsenweg wiederum zu hektischer Betriebsamkeit: Der Ludwigshafener Chirurg Ingo Reich wurde als Hygienebeauftragter eingestellt, am Freitag wurden Profis, Betreuer, Mannschaftsarzt Konstantinos Cafaltzis und Stadionmanager Uwe Bader zum ersten Mal auf das Virus getestet.  Dabei gab es nach Angaben von Sportchef Jochen Kientz keinen positiven Fall. „Es ist alles im grünen Bereich“, sagte der Ketscher am Samstagnachmittag.

Wie geht es jetzt weiter? Am Montag steht am Alsenweg die zweite Welle der Testungen an, außerdem soll der konditionelle Zustand der Profis mit einem Laktattest überprüft werden. Danach darf der SVW wieder ins Mannschaftstraining ohne Kontaktbeschränkungen einsteigen – sofern es nicht doch noch ein positives Ergebnis im Team gibt, das zu einer Quarantäne führen könnte. Laut den Planungen soll am Samstag darauf das Quarantänehotel bezogen werden, um für einen möglichen Neustart am Wochenende 30. Mai gewappnet zu sein.

Spätestens auf dem außerordentlichen Bundestag am 25. Mai muss der DFB  beschließen, ob er an seinem Plan zum Weiterspielen festhält oder die Saison doch abbricht. Beim potenziellen nächsten Waldhof-Gegner KFC Uerdingen stößt die Hängepartie um die Fortsetzung auf Kritik.  „Unsere gesamte Vorbereitung war auf den 26. Mai ausgerichtet. Kommenden Mittwoch wollten wir ein Quarantäne-Hotel beziehen“, sagte KFC-Trainer Stefan Krämer. Ob aus seiner Rückkehr ins Carl-Benz-Stadion nach dem abgebrochenen Skandalspiel in der Relegation im Mai 2018 etwas wird, steht weiter in den Sternen. Die beiden nächsten Wochen könnten turbulent bleiben – eine zuverlässige Prognose, ob wirklich weitergespielt wird, ist unmöglich.

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