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Agrar - Auch in der Pfalz soll es in dieser Woche losgehen

Weinlese hat offiziell begonnen

Von 
lrs
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Essenheim. Etwas später als im vergangenen Jahr, aber mit der Hoffnung auf gute Qualitäten hat am Dienstag die Hauptweinlese begonnen. In einem Weingut in Essenheim bei Mainz, im größten deutschen Weinanbaugebiet Rheinhessen, wurden Spätburgunder-Trauben für Sekt-Grundwein geerntet. An der Ahr brachten Winzer zwei Monate nach der Flutkatastrophe den ersten Frühburgunder in die Kelter. Auch in der Pfalz soll es in dieser Woche losgehen, wie Frank Jentzer von der Winzergenossenschaft Deutsches Weintor mitteilte.

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Die Hauptlese beginnt zuerst in den klimatisch begünstigten Regionen im Süden und Westen. Weiter nördlich dauert es je nach Rebsorte noch etwas länger. „Bei meist guten Fruchtansätzen erwarten wir aufgrund von Pilzbefall wegen der vielfach hohen Feuchtigkeit und wetterbedingten Schäden in einigen Gebieten eine bundesweit leicht unterdurchschnittliche Menge“, sagte Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut.

Bis in den Oktober hinein

Die ersten Trauben werden derzeit in den Anbaugebieten geerntet. © dpa

Dabei gebe es in den 13 Anbaugebieten regional große Unterschiede. Im Schnitt der vergangenen zehn Jahre wurden in Deutschland pro Jahr 8,9 Millionen Hektoliter Wein produziert. Diesmal sei zu erwarten, dass sich die Lese über eine längere Zeit erstrecke als im vergangenen Jahr. „Sie wird bis weit in den Oktober hinein gehen.“

Anders als in den Jahren 2018 bis 2020 war dieses Jahr von viel Niederschlägen und gemäßigten Temperaturen bestimmt. Wegen der hohen Feuchtigkeit rechnen etliche Winzer mit Ertragsverlusten durch die Pilzerkrankung Falscher Mehltau. Die ersten Trauben für den frühen Wein, den Federweißen, wurden offiziell am 23. August in Rheinhessen gelesen, etwa zwei Wochen später als in den Jahren zuvor.

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