Viele Verdachtsfälle von Rechtsextremismus in Sicherheitsbehörden

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dpa/lhe
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Hessen. Bei den Sicherheitsbehörden in Hessen gibt es bundesweit die meisten rechtsextremen Verdachtsfälle. Das geht aus dem Lagebericht zu solchen Fällen bei Polizei, Zoll und Geheimdiensten hervor, den Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum Anfang Januar 2017 bis März dieses Jahres.

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In Hessen gibt es demnach 59 Verdachtsfälle. Auch in Berlin (53) und Nordrhein-Westfalen (49) wurden nach dem Bericht viele Verdachtsfälle gezählt. 50 Disziplinarverfahren seien in Hessen eingeleitet worden. Das Gesamtpersonal bei den Sicherheitsbehörden in Hessen belaufe sich auf etwa 19 800 Personen. In Nordrhein-Westfalen seien es etwa 51 000 und in Bayern 40 400 Personen.

Die Zahl der entdeckten Fälle zeigt aber nicht unbedingt, wie weit verbreitet das Phänomen in dem jeweiligen Bundesland ist, sondern ist auch ein Indiz dafür, wie groß das Problembewusstsein dort ist. So könnte in Hessen der Skandal um rechtsextreme Drohmails dazu geführt haben, dass dort zuletzt besonders genau hingeschaut wurde.

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