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Stimmen - Die meisten Bürgermeister begrüßen das Straßenprojekt / Heddesheim befürchtet Nachteile ohne eigene Ortsumgehung

Viel Zustimmung, aber auch Kritik am Bau

Von 
agö/hje/kba
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Feierabendverkehr in der Hauptstraße von Seckenheim: Solche Staus sollen nach dem Bau der Neckarbrücke Geschichte sein. © Schwetasch

Die Bürgermeister der betroffenen Städte und Gemeinden bewerten den Bau der Neckarbrücke in Nuancen unterschiedlich, begrüßen das Projekt aber. Nur Heddesheim befürchtet mehr Nachteile.

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Edingen-Neckarhausen: „Die Straße kommt jetzt doch schneller als gedacht“, kommentiert der Bürgermeister von Edingen-Neckarhausen, Simon Michler, die Ankündigung aus Stuttgart. „Wenn man die Verkehrsbelastung mit 24 000 Fahrzeugen sieht, dann ist die Straße objektiv betrachtet sinnvoll.“ Trotzdem müsse man die Anwohner sehr ernst nehmen. Nach dem Entgegenkommen des Landes beim Lärmschutz könne die Gemeinde mit der Straße leben.

Heddesheim: Schon seit vielen Jahren sieht Heddesheim dem Neubau mit Sorge entgegen. Die von Landstraßen in Nord-Süd- wie Ost-West-Richtung durchzogene Gemeinde fürchtet eine (noch) größere Verkehrsbelastung. „Es gibt Gutachten, die das prognostizieren“, sagt Bürgermeister Michael Kessler: „Unser Bestreben war daher immer: Wenn die Brücke kommt, gehört die Ortsumgehung zwingend dazu.“ Davon sind offenbar auch die Gutachter ausgegangen, als sie 2004 die Verkehrsuntersuchung für die L 597 neu mit Neckarbrücke anstellten: Im Straßennetz, das grafisch die Verkehrsströme veranschaulicht, haben sie eine Südumfahrung Heddesheims eingezeichnet. Doch diese gibt es bis heute noch nicht, und ihr Bau ist auch nicht absehbar.

Ilvesheim: „Viele hatten schon nicht mehr an den Bau der L 597 neu mit Neckarbrücke geglaubt“, gesteht Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz, fügt aber hinzu: „Ich habe immer entgegnet, dass ich trotz aller Unkenrufe unermüdlich dafür kämpfen werde und dass das Land eines Tages die Brücke bauen wird.“ Die Zusage zum Baubeginn 2019 sei „ein ganz besonderer Tag für die Gemeinde Ilvesheim und die gesamte Region“.

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Ladenburg: Ladenburgs Bürgermeister Stefan Schmutz ist der Auffassung, dass die Vorteile für seine Stadt überwiegen. Er erhofft sich eine erhebliche Entlastung der Ilvesheimer Straße und der Benzstraße. Durch die zusätzliche Verkehrsanbindung erwartet Schmutz zudem eine Steigerung der Attraktivität Ladenburgs als Wirtschaftsstandort, weil auch das ehemalige Reckitt-Areal einfacher angefahren werden kann. Gut findet er, dass parallel zur neuen Trasse ein Radweg angelegt wird. Nicht ausschließen will der Bürgermeister allerdings, dass die Umgehung mehr Verkehr mit sich bringt. Man habe dafür gesorgt, dass ein vier Meter hoher Lärmschutzwall gebaut wird. Zudem weise die Trasse einen gewissen Abstand zur Wohnbebauung auf. „Ich gehe davon aus, dass die Bevölkerung dort nicht in Mitleidenschaft gezogen wird“, formuliert Schmutz. Ein Nachteil sei natürlich der Verlust an Ackerfläche.

Mannheim: „Seit vielen Jahren geht es um eine Entlastung der Ortsdurchfahrten von Ilvesheim und Seckenheim vom reinen Durchgangsverkehr“, erklärt Mannheims Erster Bürgermeister Christian Specht. Der Neubau der L 597 sei auch angesichts der Belastung von Wohngebieten (Verkehrslärm und Schadstoffbelastung) ein Beitrag zum besseren Verkehrsfluss im Kernraum der Metropolregion. „Die Neubaustrecke führt zu einer Nord-Süd-Tangentialverbindung der Mittelzentren Viernheim und Schwetzingen.“ Er begrüße den angekündigten Baubeginn für das Projekt. Die Stadt Mannheim habe mit der Anschlusssituation an die Autobahn bereits Vorarbeiten geleistet, um diesen Lückenschluss im regionalen Straßennetz zu ermöglichen. „Aus Sicht der Stadt Mannheim muss jedoch einerseits die sensible Einbindung der neuen Verkehrstrasse in die Landschaft gewährleistet werden und der notwendige Lärmschutz gesichert sein.“ agö/hje/kba

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