Babymord-Prozess - Eklat vor Gericht bleibt folgenlos Verteidiger entlastet

Von 
Bernhard Zinke
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Frankenthal. Der Verteidiger im sogenannten Babymord-Prozess hat seine berufsrechtlichen Pflichten nicht verletzt. Zu diesem Schluss kommt die Generalstaatsanwaltschaft Zweibrücken. Rechtsanwalt Alexander Klein hatte am 12. Februar nach einer halben Stunde die Verhandlung im Babymord-Prozess als Pflichtverteidiger verlassen, um als Nebenklagevertreter im zeitgleich stattfindenden BASF-Prozess teilzunehmen – obwohl die Kammer eine Unterbrechung des Prozesses abgelehnt hatte.

Eingang zum Landgericht in Frankenthal. (Archiv) © Venus
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Daraufhin hatte die Staatsanwaltschaft Frankenthal eine Prüfung veranlasst, ob Klein möglicherweise gegen die Bundesrechtsanwaltsordnung verstoßen habe. Sowohl die Generalstaatsanwaltschaft als auch der Vorstand der Pfälzischen Rechtsanwaltskammer hätten darin keinen Verstoß gegen berufsrechtliche Pflichten gesehen und dementsprechend kein Verfahren gegen Klein eingeleitet, so der Behördensprecher. „Ich habe nichts anderes erwartet“, kommentierte Klein die Entscheidung auf Anfrage dieser Zeitung.

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Autor Stellvertretender Leiter der Redaktion Mannheim und die Region