Justiz

Urteilsverkündung im Doppelmord-Prozess verschoben

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Katja Tamakloe/dpa
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Frankenthal. Die Urteilsverkündung im Doppelmord-Prozess vor dem Landgericht in Frankenthal ist verschoben worden. Das teilte das Gericht am Donnerstag mit. Grund für die Verschiebung des Urteils sei die Erkrankung eines Verfahrensbeteiligten. Angeklagt ist eine Frau aus Stuttgart, die zwei Unternehmer aus Brühl und Mutterstadt in eine Lagerhalle in Mannheim gelockt haben soll. In dem laufenden Prozess geht es vor allem um die Frage, ob die 46-Jährige bei der anschließenden Tötung der Männer als Mittäterin handelte. Das Gericht hatte die Frau sowie zwei Männer 2018 unter anderem wegen Mordes und erpresserischen Menschenraubs zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Gegen das Urteil legte die 46-Jährige erfolgreich Revision ein.

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Schuldsprüche größtenteils bestätigt

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe bestätigte die Schuldsprüche zwar größtenteils. Den Tatbeitrag der Frau stuften die Richter aber als nicht ausreichend geklärt ein. Sie hoben dieses Urteil teilweise auf und ordneten eine Neuverhandlung an (Az.: 2 Ks 5326 Js 40570/16).

Die Staatsanwaltschaft fordert erneut lebenslange Haft für die Frau. Die Verteidiger der Angeklagten sprechen sich hingegen für höchstens acht Jahre Gefängnis aus.

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