Supermarkt-Überfall mit Staubsauger: Mann zu Haftstrafe verurteilt

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dpa
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Mosbach. Nach dem Überfall in einem Supermarkt mit einem Staubsauger ist ein Mann wegen schweren Raubes in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Der Fall sorgte für Aufsehen, weil der Angeklagte mit dem Staubsauger Geld aus einem Tresor gesaugt hatte. Insgesamt erbeutete der Mann etwa 60 000 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Az.: 1 KLs 24 Js 49/21)

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Der 30 Jahre alte Mann sagte beim Prozess am Montag am Landgericht Mosbach aus, dass er einen Staubsauger mit zum Tatort in Tauberbischofsheim im Main-Tauber-Kreis gebracht habe. Auf die Idee sei ein Komplize gekommen, der damals Leiter des Einkaufsmarktes war. Ursprünglich sei nur ein fingierter Überfall geplant gewesen.

Ein zweiter Komplize habe ebenfalls in dem Supermarkt gearbeitet und sei über das kriminelle Vorhaben informiert gewesen. Ihn und eine Kassiererin hat der Angeklagte nach eigenen Angaben schließlich überfallen. Dann soll er mit dem Sauger ausgerüstet die Tageseinnahmen an sich genommen haben. Ein vierter Täter soll das Fluchtauto gefahren haben. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft erfolgte die Ausführung des Überfalls arbeitsteilig, wobei drei Angeklagte am Tatort agiert hätten und der vierte - also der damalige Marktleiter - die Tat geplant habe.

Der 30-Jährige selbst soll der Kassiererin eine Pistole vorgehalten und sie gefesselt haben. Er habe zuvor aber nicht gewusst, dass die Frau im Supermarkt sei, sagte der Mann, dem unter anderem schwerer Raub und vorsätzliche Körperverletzung zur Last gelegt werden. Er soll die Frau mit Kabelbindern so grob gefesselt haben, dass sie Verletzungen davontrug. Für die drei anderen Angeklagten im Alter zwischen 25 und 29 Jahren stehen noch keine Verhandlungstermine fest. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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