Streit um Hausaufgaben - Vater soll Sohn ausgesetzt haben

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dpa/lhe
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Alsbach-Hähnlein/Darmstadt. Im Streit um Hausaufgaben soll ein Mann an einem Dezemberabend im südhessischen Alsbach-Hähnlein seinen elf Jahre alten Sohn alleine auf der Straße zurückgelassen haben. Zwei Stunden später entdeckte laut Anklage ein Hundehalter den Jungen, der zusammengekauert auf dem Boden lag, etwa 400 Meter von seinem Zuhause entfernt. Am Dienstag begann vor dem Amtsgericht Darmstadt der Prozess gegen den 52 Jahre alten Vater wegen Aussetzung seines Kindes. Der Vater bestreitet die Tat.

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Der Junge sei während des Streits nach dem gemeinsamen Einkaufen im Dezember 2019 stehen geblieben, sagte der 52-Jährige. Etwa 100 Meter später habe er bemerkt, dass der Junge nicht mehr hinter ihm sei. "Ich bin dann zwei Stunden rumgerannt, habe den Kerl gesucht und nicht gefunden." Der Vorsitzende Richter Martin Walocha sagte, dass der Elfjährige unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesagt habe, dass er sich wegen des Streits nicht mehr nach Hause getraut habe.

Der Strafrahmen für die Aussetzung eines Kindes liegt bei einer Verurteilung zwischen einem und zehn Jahren Freiheitsstrafe. Der Angeklagte ist wegen Körperverletzung vorbestraft. Der Prozess wird fortgesetzt.

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