Corona - Rhein-Neckar-Kreis liegt im Landesvergleich vorne

Schon 59.000 zweifach geimpft

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Laut Sozialministerium sind fast zehn Prozent der Einwohner Mannheims zweimal gegen das Coronavirus geimpft worden. © dpa

Rhein-Neckar. Seit gut vier Monaten wird in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Nun hat das Sozialministerium Baden-Württemberg die Impfquoten der einzelnen Stadt- und Landkreise im Südwesten veröffentlicht. In Ulm sind demnach bereits 11,7 Prozent der Bevölkerung zweimal – und damit vollständig – geimpft worden. Gemessen an der Quote ist die schwäbische Großstadt damit aktuell Spitzenreiter in Baden-Württemberg. Den niedrigsten Anteil vollständig Geimpfter weist Pforzheim auf – hier liegt die Quote bei 4,2 Prozent.

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Noch vor Stuttgart

Beim genaueren Blick auf die absoluten Zahlen ergibt sich jedoch ein anderes Bild: Danach führt der Rhein-Neckar-Kreis nämlich mit deutlichem Abstand im Landesvergleich. Hier haben 59 045 Bürger bereits ihre Zweitimpfung bekommen – so viele wie nirgends in Baden-Württemberg. Und auch bei den Erstimpfungen liegt Rhein-Neckar mit 137 157 Dosen sogar noch deutlich vor Stuttgart. Umgerechnet auf die Quote bedeutet das indessen nur Platz acht bei den Erstimpfungen (25 Prozent), aber Platz zwei bei den Zweitimpfungen (10,8).

In Mannheim sind 9,4 Prozent der Einwohner bereits zweimal geimpft worden. Der Anteil derjenigen, die erst eine Impfung erhalten haben, beträgt 17,9 Prozent. In Heidelberg sind 9,5 Prozent der Stadtbevölkerung vollständig geimpft, 22 Prozent hatten ihre Erstimpfung. Allerdings: Impfungen, die in Hausarztpraxen vorgenommen wurden, sind nicht in der Statistik des Ministeriums enthalten.

Kampagne kommt in Fahrt

Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, sieht in den vom Land veröffentlichten Zahlen, dass das Impfen im Südwesten nun Schwung aufgenommen hat: „Ich freue mich natürlich, dass in unserem Kreis die Impfquote überdurchschnittlich hoch ist – noch wichtiger als irgendwelche Rankings ist jedoch die Tatsache, dass durch solche Zahlen sichtbar wird, wie stark die Impfkampagne mittlerweile an Fahrt aufgenommen hat.“

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Laut Sozialministerium beziehen sich die Impfquoten der Kreise auf die jeweiligen Wohnorte der Bürgerinnen und Bürger und sind unabhängig davon, wo die Impfungen stattfanden. Das Ministerium kommt in seiner Pressemitteilung zu dem Schluss, dass Impfquoten besonders in Universitätsstädten und teilweise im ländlichen Raum hoch sind. Städte mit größeren Bevölkerungsgruppen, die im Durchschnitt sozioökonomische Bedingungen wie eine hohe Arbeitslosigkeit und ein niedriges Bildungsniveau aufweisen, haben in Baden-Württemberg oft niedrigere Quoten.