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Schockanruf bringt 82-Jährigen in Sinsheim um 20.000 Euro – Verdächtige festgenommen

Von 
Sarah Porz
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Sinsheim. Gegen eine 22-Jährige Frau liegt seit Samstag ein Haftbefehl wegen Verdachts des Betruges vor. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Polizeipräsidiums Mannheim hatte am Freitag eine Frau bei einem 82-jährigen Mann in einer Kraichgau-Gemeinde angerufen und sich als Rechtsanwältin seiner Enkeltochter ausgegeben. Diese habe angeblich einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Wenn er eine Kaution in Höhe von 50 000 bar zahle, könne der Mann die Inhaftierung seiner Enkelin abwenden. Die Übergabe solle am selben Tag vor dem Amtsgericht Sinsheim in der Werderstraße stattfinden.

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Der Mann hob daraufhin in zwei Filialen seiner Hausbank in der Umgebung von Sinsheim insgesamt 20 000 Euro ab. Die Warnungen der Bankmitarbeiter, die einen Betrugshintergrund befürchteten, nahm der Mann nicht ernst.

Am späten Freitagnachmittag übergab er das Geld an die vermeintliche Rechtsanwältin vor dem Amtsgericht in Sinsheim.

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Die Polizei hatte von der Bank einen Hinweis erhalten und bat den Mann, zum Polizeirevier Sinsheim zu kommen. Erst nach der Geldübergabe suchte der 82-Jährige das Revier auf, wo die Beamtinnen und Beamten ihn dort über die kriminellen Hintergründe aufklärten. Von dort aus wurden unverzüglich die ersten Fahndungsschritte eingeleitet.

Die Polizei stellte die verdächtige Geldabholerin in einem Taxi fest und nahm die Frau, bereits rund eine halbe Stunde nach der Geldübergabe in Neckargemünd vorläufig fest. Die 20 000 Euro wurden sichergestellt.

Die Verdächtige wurde am Samstag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Heidelberg vorgeführt, der einen Haftbefehl gegen die im Rhein-Neckar-Kreis wohnhafte Frau wegen des dringenden Verdachts des Betruges in einem besonders schweren Fall erließ.

Der Richter setzte den Haftbefehl gegen die junge Beschuldigte, die Mutter mehrerer Kinder ist, jedoch gegen Auflagen außer Vollzug.

Da es mögliche weitere Beteiligte der offensichtlich professionell organisierten Tat gab, fahnden die Ermittler weiter. 

Redaktion

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