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Saufgelage, Wildparker und renitente Gäste - Ärger rund um Badeseen

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dpa/lrs
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Gimbsheim/Lambsheim. Das Verhalten und der Andrang an Gästen hat rund so manchen Badesee in Rheinland-Pfalz zuletzt für reichlich Unmut gesorgt. "Bei uns steht das Telefon nicht mehr still", berichtete etwa Matthias Klös (FWG), Ortsbürgermeister von Gimbsheim im Kreis Alzey-Worms. Es seien vor allem motorisierte Badegäste, die Anwohner auf die Barrikaden trieben. Nicht nur, weil sich an sonnigen Tagen eine Blechlawine durch die Straßen schiebe, sondern auch weil überall in dem 3000-Seelen-Ort geparkt werde.

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Auf dem regulären Parkplatz des Badesees sei gerade einmal Platz für 300 Autos. "Vor allem lässt sich aber beobachten, dass sich viele Autofahrer nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten", kritisierte Klös. Das sei problematisch, zumal sich auf der Strecke in Richtung Badesee mehrere Sportvereine und ein Kindergarten befinden. Um Gefahren für Kinder möglichst einzudämmen, sollen Temposchwellen nun an drei Stellen mögliche Raser zur Vernunft bringen.

Geplant sei nun, dass ein Feldweg in Richtung einer Landesstraße Besuchern als alternative Route diene und so den Verkehr im Ort reduziere. Die Kreisverwaltung habe sich eingeschaltet und werbe beim Landesbetrieb Mobilität für die Lösung, sagte der Ortsbürgermeister: "Es muss etwas passieren. Die Leute im Ort sind zu recht sauer."

Auch im pfälzischen Lambsheim (Rhein-Pfalz-Kreis) gab es Ärger. So musste die Polizei vor fast zwei Wochen das Gelände räumen. Zeugen hatten eine größere Schlägerei am Weiher gemeldet. Nach Angaben der Polizei war beim Eintreffen der Beamten zwar keine Schlägerei mehr im Gange, sie sprach aber von einer "hochaggressiven Stimmung". Auch der Verkehr und das Parken sorgen in dem Ort für Missmut.

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"Besonders problematisch sind aber die Saufgelage junger Besucher", sagte Ortsbürgermeister Herbert Knoll (CDU). Kritisch werde es, wenn der Sicherheitsdienst niemanden mehr auf das Gelände lasse, weil die zugelassene Zahl an Gästen erreicht sei. Dann hätten angereiste Besucher oft eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Beim Versuch, trotzdem an den Weiher zu kommen, seien schon Zäune und ein Tor zerstört worden. Dann bleibe nur noch der Ruf nach der Polizei.

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