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Mehrere Fälle in der Region

Polizei warnt vor betrügerischen Stellenanzeigen im Internet

Von 
Kai Plösser
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Symbolbild © Sebastian Gollnow

Rhein-Neckar. Das Polizeipräsidium Mannheim warnt vor dubiosen Stellenanzeigen, die in Internet-Jobportalen ausgeschriebenen sind. Dabei handelt es sich nach Angaben der Behörde vom Dienstag um betrügerische Jobangebote als sogenannter Warenagent. „Dabei wurden Personen mit einem vermeintlich lukrativen Jobangebot angelockt“ berichtete ein Polizeisprecher zum Vorgehen der Täter. Letztendlich würden die Opfer jedoch für illegale Zwischenhändler-Geschäfte dienen und sich somit mitschuldig machen. „Die Beschuldigten wissen in der Regel nicht, dass sie damit strafrechtlich in Erscheinung treten“, erklärte der Sprecher zu den Konsequenzen für die Opfer. In der Region Rhein-Neckar soll es in der vergangenen Tagen vermehrt solcher Fälle gegeben haben.

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Konkret sprach die Polizei einen Fall aus Leimen an, wo ein 18-Jähriger auf die Betrugsmasche hereingefallen sein soll. Der Heranwachsende habe innerhalb kürzester Zeit 39 Pakete nach Russland, Polen und Litauen verschickt. Bei einer Wohnungsdurchsuchung am vergangenen Dienstag stellten die Beamten schließlich noch fünf weitere Pakete sicher.

Die Polizei Mannheim gibt folgende Tipps bei der Jobsuche

  • Nehmen Sie nur seriöse Jobangebote an, auch wenn die hohen Einkünfte verlockend erscheinen.
  • Stellen Sie im Vorstellungsgespräch Fragen. Werden Sie misstrauisch, wenn der Arbeitsablauf nicht erklärt oder begründet werden kann.
  • Recherchieren Sie angeblichen Auftraggeber. Suchen Sie die Webseite und rufen Sie dort den Kontakt im Impressum an. Fragen Sie nach Ihrer Kontaktperson.
  • Antworten Sie nicht auf dubiose E-Mail-Angebote, die Ihnen ungefragt zugesendet werden. Stellen Sie keinen Kontakt zum Absender her.
  • Wenn Sie erst im Verlauf Ihrer Arbeit bemerken, dass es sich womöglich um solch eine Warenagent-Tätigkeit handelt, wenden Sie sich an das nächstgelegene Polizeirevier.

Weitere Informationen sind unter diesem Link.

Nach erstem Kontakt, der zumeist auf telefonischem Wege erfolgt, und nachdem Bewerbung sowie Lebenslauf abgeschickt wurden, hat das Opfer den Job in der Regel schnell in der Tasche. Die vermeintliche Tätigkeit besteht darin, Pakete zu empfangen, diese „zu prüfen" und umzupacken. Gezahlt wurden die Waren dabei nicht von den angeblichen Auftraggebern, sondern von anderen unwissenden Opfern, deren Daten zuvor beispielsweise durch Phishing ergaunert wurden. So nutzen die Täter zum Beispiel fremde PayPal-Konten für die Zahlung.

Danach sollen die "Warenagenten" die mit hochwertigen Waren wie etwa Smartphones oder Tablets bestückten Pakete weiterversenden, häufig ins Ausland. „Die Betrüger haben folglich die Waren in ihren Händen, können kaum nachverfolgt werden und es gibt mehrere Arten von Geschädigten in diesem Betrugsablauf“, heißt es seitens der Polizei zur Betrugsmasche. 

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Die Behörde geht davon aus, dass die von den Betrügern gelieferten Adressetiketten, an die die Waren weitergesendet werden sollen, auch von Personen sind, die nichts mit dem Betrug zu tun haben. Die Pakete werden wohl, bevor sie an die Empfängeradressen ausgeliefert werden, von den Kriminellen abgefangen. So gebe es keine Spuren, wer diese Betrüger sind.

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