Hochstraße Süd - Erneut Verzögerung zum Auftakt der Fräsarbeiten / Verwaltung bereitet neues Format der Beteiligung vor Online im Dialog mit den Bürgern

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Bernhard Zinke
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Durch das Faktorhaus hindurch werden die Holzbretter transportiert. Im Hintergrund sieht man eine der Stützkonstruktionen unter der Pilzhochstraße. © Zinke

Ludwigshafen. Die Stadtverwaltung plant in der Corona-Krise eine Bürgerbeteiligung zur Hochstraße Süd in neuer Form. Am Dienstag, 9 Juni, soll es zwischen 18 und 20 Uhr einen neuartigen Online-Bürgerdialog geben. Dann können Anwohner, Geschäftsleute und interessierte Bürger von ihrem Computer, Laptop oder Tablet Fragen über die neuen Entwicklungen zum Abriss und Neubau der Hochstraße stellen.

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Noch sei der Online-Dialog in Vorbereitung, sagte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) beim wöchentlichen Pressegespräch zur Hochstraße – ebenfalls per Video-Schalte. Deshalb sei auch noch nicht klar, wie viele Menschen live daran teilnehmen könnten. Es werde auf jeden Fall kompetente Ansprechpartner geben: Dezernent Andreas Schwarz (SPD), der sich wie auch die Oberbürgermeisterin mit der Hochstraße befasst hatte, der neue Baudezernent Alexander Thewalt (partelos), obwohl er erst drei Wochen später sein Amt offiziell antritt, und natürlich Björn Berlenbach, den Chef der Tiefbau-Abteilung und ausgewiesener Experte in Sachen Hochstraße.

Bürger könnten direkt ihre Fragen stellen, diese aber auch im Vorfeld ab 2. Juni über die Internetseite www.ludwigshafen-diskutiert.de stellen, wo sie online beantwortet würden, oder schriftlich vor dem Bürgerforum einreichen. Auch sie werde Anfang Juni persönlich nochmals vor Ort sein, um mit den Anwohnern und Geschäftsleuten zu sprechen, versprach Steinruck. Die Verwaltungschefin weiß: „Es wird eine sehr große Lärmbelästigung sein.“

Einen ersten Vorgeschmack gibt es ab Freitag, wenn die Asphaltfräse – mit vier Tagen Verspätung – die Arbeit aufnehmen, insgesamt 2500 Tonnen Straßenbelag herunterkratzen und neben die Hochstraße befördern wird. Ursprünglich hatten die Fräsarbeiten am Montag starten sollen. Allerdings müssten nun einige Reparaturen an der Fräse vorgenommen werden, informierte die Stadt Ludwigshafen am Dienstagabend.

1500 Baggermatratzen

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Begonnen wird mit den Fräsarbeiten etwa in der Mitte der Pilzhochstraße und in der Nähe des Übergangs über die Mundenheimer Straße. Dort seien alle Stützkonstruktionen bereits an Ort und Stelle. Für den ersten Bauabschnitt fehlen noch sieben Stützen im Bereich hinter dem Faktor-Haus Richtung Konrad-Adenauer-Brücke. Weil es dort wenig Platz gibt, werden dicke Bohlenbretter, so genannte Baggermatratzen, auf einem Schotterbett aufgestapelt. Den Schotter haben 28 Lastwagen herbeigekarrt. Insgesamt braucht die Firma 1500 Baggermatratzen, die jeweils rund 800 Kilo wiegen.

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Autor Stellvertretender Leiter der Redaktion Mannheim und die Region

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