Pandemie - Stadt Worms startet Angebot für Patienten mit Atemwegsinfektionen / Entlastung der niedergelassenen Ärzte Ohne Anmeldung zur Corona-Ambulanz

Von 
Bernhard Zinke
Lesedauer: 
In diesen Containern werden ab Mittwoch Wormser Ärzte Patienten mit Atemwegsinfektionen ohne Überweisung und Anmeldung untersuchen. © Berno Nix

Worms. Die Kommunen und Landkreise haben an verschiedenen Stellen Test-Center eingerichtet, in denen Patienten nur nach Terminvereinbarung vorbeifahren und einen Test auf den neuartigen Coronavirus machen können. Die Stadt Worms hat gemeinsam mit dem Landkreis Alzey-Worms eine solche Teststrecke eingerichtet, geht ab dem morgigen Mittwoch allerdings einen zusätzlichen Weg. Auf dem Parkplatz des Bildungszentrums in der Von-Steuben-Straße hat die Verwaltung eine Ambulanz eingerichtet, in der sich Patienten mit behandlungsbedürftigen Atemwegsinfektionen untersuchen und prüfen lassen können, ob sie an Covid-19 erkrankt sind – ohne Überweisung und ohne vorherige Anmeldung.

AdUnit urban-intext1

„Ganz klar, wir wollen damit auf jeden Fall auch die Praxen der niedergelassenen Ärzte entlasten“, erläutert Stadtsprecherin Angela Zimmermann den Sinn und Zweck dieser Ambulanz. Denn erstens gehen den praktischen Ärzten langsam die Schutzausrüstungen aus. Und zweitens könne man Patienten mit Atemwegsinfektionen aus den Praxen fernhalten, damit dort die Menschen mit anderen, nicht ansteckenden Krankheiten behandelt werden können.

Von 16 bis 18 Uhr geöffnet

Diese Corona-Ambulanz ist zunächst montags bis freitags von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Das Personal ist mit entsprechender Schutzkleidung ausgerüstet und kann den Test auf Covid-19 durchführen.

Die Idee zu dieser Ambulanz mit dem niederschwelligen Untersuchungsangebot entstand in Gesprächen zwischen dem Wormser Katastrophenschutzstab und dem Wormser Gesundheitsnetz (WoGe), einem Zusammenschluss von mittlerweile 110 Ärzten aus verschiedenen Fachbereichen. Umgesetzt wurde sie von der Stadt Worms, dem WoGe und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Die ärztliche Leitung der Ambulanz liegt in den Händen von Martin Seemann, Professor und Leitender Notarzt der Stadt Worms, sowie der promovierten Allgemeinmedizinerin Claudia Dupuis. Die Feuerwehr beschaffte in kurzer Zeit Container für die Ambulanz beschaffen, die KV organisierte die wertvolle Schutzausrüstung, die das Personal vor Ansteckung schützen soll.

AdUnit urban-intext2

Die WoGe habe bereits mehrere niedergelassene Ärzte für die Mitarbeit in der Ambulanz gewinnen können, informiert die Stadt. Auch Kinderärzte hätten sich bereiterklärt. Allerdings sei die Unterstützung weiterer Ärzte erwünscht.

Und was, wenn Menschen der neuen Ambulanz die Tür einrennen? „Wir probieren das jetzt erst einmal aus. Wir haben auch einen Plan B in der Tasche“, sagt Stadt-Sprecherin Zimmermann, ohne konkreter werden zu wollen.

AdUnit urban-intext3

Patienten können sich am Infotelefon der Stadt Worms zum Thema Corona informieren. Unter dieser Nummer können sich auch Menschen melden, die sich ehrenamtlich rund um die Ambulanz engagieren möchten. Gesucht werden beispielsweise Helfer, die den an-und abfahrenden Verkehr auf dem Parkplatz des Bildungszentrums koordinieren.

Mehr zum Thema

Service Täglicher Themen-Newsletter "Coronavirus"

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Karte und Grafiken Coronavirus: Fallzahlen aus Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg und Rhein-Neckar

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Service und Hintergrund Entwicklungen & Rat zum Umgang mit dem Coronavirus

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Das Wichtigste auf einen Blick Die aktuelle Corona-Lage im Liveblog

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Autor Stellvertretender Leiter der Redaktion Mannheim und die Region

Thema : Coronavirus

  • Pandemie Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden dürfen ab 1. März öffnen

    Baden-Württemberg will ab nächsten Monat einige Geschäfte wieder öffnen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann kann sich auch vorstellen, dass sich wieder zwei Haushalte privat treffen dürfen.

    Mehr erfahren
  • Baden-Württemberg Erzieher und Lehrerinnen können sich ab sofort impfen lassen

    Es sollte für Kita-Beschäftigte und Lehrer eine frohe Botschaft sein: Baden-Württemberg macht für sie eine Impfung gegen das Coronavirus ab sofort möglich - früher als gedacht. Doch dann ruckelt es am Anfang - mal wieder.

    Mehr erfahren
  • Corona-Maßnahmen im Überblick Die neuen Bund-Länder-Beschlüsse vom 10. Februar

    Bund und Länder sehen in deutlich gesunkenen Ansteckungsraten viel erreicht im Kampf gegen Corona - aber noch keinen Anlass für Entwarnung. Denn neue Mutanten breiten sich aus. Die neuen Beschlüsse im Detail.

    Mehr erfahren