Großfamilien-Treffen - Alle Verfahren ausgewertet Nach drei Großfamilien-Treffen: Geldbußen von mehr als 30.000 Euro verhängt

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Julian Eistetter
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Das Ordnungsamt kontrolliert, ob die Corona-Regeln eingehalten werden. Auf diesem Bild bei einem Einsatz in Speyer. © Klaus Venus

Rhein-Neckar. Nach den drei illegalen Treffen einer Großfamilie im Rhein-Neckar-Kreis mit jeweils bis zu 45 Teilnehmern sind jetzt alle Verfahren bei der Bußgeldstelle des Landratsamtes eingegeben und ausgewertet. Das teilte Sprecher Ralph Adameit am Mittwoch mit. „Demnach wurden bei den drei Treffen in Nußloch, Brühl und Eppelheim insgesamt 107 Verfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung eingeleitet“, sagte er. Dabei seien Bußgeldverfahren gegen 70 Personen eingeleitet worden, 28 davon seien Mehrfachtäter. Davon wurden wiederum 22 Personen zweimal angetroffen und sechs Personen waren bei allen drei Treffen anwesend.

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Die Verstöße werden nach Angaben des Sprechers folgendermaßen geahndet: der erste Verstoß mit der Regelbuße von 150 Euro, der zweite Verstoß mit erhöhter Geldbuße von 300 Euro und der dritte mit nochmals erhöhter Geldbuße von 500 Euro. „Die Strafen werden aufaddiert zuzüglich den Verwaltungsgebühren“, so der Sprecher. „Dreifachtäter“ erwartet also eine Geldbuße von 950 Euro plus Gebühren, „Zweifachtäter“ müssen 450 Euro plus Gebühren zahlen. Die Ausrichter der Zusammenkünfte erwartet, wie berichtet, ein Bußgeld von jeweils 600 Euro. Insgesamt ergeben sich für die Großfamilie also Geldbußen in Höhe von mehr als 30 000 Euro, die Gebühren mit eingerechnet.

Anhörungsverfahren laufen noch

Zum Großteil seien die Bußgeldbescheide bereits erlassen worden. „Bei einigen laufen jedoch noch die Anhörungsverfahren beziehungsweise Nachermittlungen“, so Adameit. „Nicht nur wegen der dreistelligen Zahl an Verfahren, sondern auch wegen der intensiven Ermittlungsarbeit sticht dieser Großfamilien-Komplex aus den vielen Verfahren im Zusammenhang mit Verstößen gegen die Corona-Verordnung heraus. Das Signal ist jedoch deutlich: Bewusste Verstöße ziehen auch ernsthafte Konsequenzen nach sich“, sagte die für Ordnung und Gesundheit zuständige Dezernentin, Doreen Kuss, auf Nachfrage.

Wie mehrfach berichtet, hatte die Polizei die drei Treffen derselben Großfamilie im Januar innerhalb weniger Tage aufgelöst. In Nußloch waren 32 Teilnehmer dabei, in Brühl 33 und in Eppelheim 45. Die Polizei hatte damals mitgeteilt, dass für die Zusammenkünfte offenbar kein besonderer Anlass wie ein Geburtstag oder eine Trauerfeier vorliege. jei

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Redaktion Reporter Region, Koordinator Neckar-Bergstraße und Ausbildungsredakteur