Statistik - Vorläufige Auswertung der Sterbefälle Mehr Tote im Dezember

Von 
pro
Lesedauer: 

Rhein-Neckar. 335 Menschen sind im Rhein-Neckar-Kreis seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. In diesem Zusammenhang wird diskutiert, ob die Pandemie zu einer „Übersterblichkeit“ in der Bevölkerung geführt hat. Auf Anfrage dieser Redaktion stellte das Statistische Landesamt am Donnerstag eine vorläufige Auswertung der Sterbefälle für Baden-Württemberg und für den Rhein-Neckar-Kreis zur Verfügung. Demnach starben im Jahr 2020 landesweit rund 4000 Menschen mehr als in den Jahren 2019 und 2018. Im Rhein-Neckar-Kreis gab es 2020 dagegen keine gravierende Abweichung. Aber auch die Statistiker können natürlich nicht die Frage beantworten, wie sich die Sterbefallzahlen ohne die Corona-Maßnahmen entwickelt hätten.

AdUnit urban-intext1

Nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes starben im Rhein-Neckar-Kreis im vergangenen Jahr 7960 Menschen. 2019 waren es mit 7856 rund 100 weniger, im Jahr 2018, in dem es eine schwere Grippewelle gab, mit 7976 sogar etwas mehr. Allerdings starben im Dezember 2020 auch im Landkreis deutlich mehr Menschen als im entsprechenden Monat der beiden Vorjahre, nämlich 643 gegenüber 506 beziehungsweise 551.

Auch landesweit gab es einen signifikanten Anstieg im November und Dezember 2020, als insgesamt 22 550 Todesfälle gemeldet wurden. Das sind 3270 mehr als in den Vergleichsmonaten 2019 und sogar 4124 mehr als 2018. pro