Nahverkehr - Rhein-Neckar-Verkehr passt Sonderfahrplan den Bedürfnissen der Kunden an / Takt im Berufsverkehr wird verdichtet Mehr Busse und Bahnen nach 22 Uhr

Von 
Bernhard Zinke
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Die RNV hat ihren Sonderfahrplan für die Corona-Krise überarbeitet. Unser Bild zeigt die Haltestelle am Bismarckplatz in Heidelberg. © Philipp Rothe

Rhein-Neckar. Die Rhein-Neckar-Verkehr (RNV) wird ab dem kommenden Montag, den Nahverkehr nach 22 Uhr deutlich ausweiten. Dies gab das Unternehmen am Freitag bekannt. Damit reagiert die RNV auf Hinweise von Fahrgästen und Institutionen. Wie berichtet, fährt das Unternehmen, das den öffentlichen Nahverkehr vor allem in den Städten Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg betreibt, seit 23. März auf behördliche Empfehlung nach einem reduzierten Sonderfahrplan. Nach diesem Fahrplan endete der Verkehr gegen 22 Uhr, was vor allem für Schichtarbeiter mit erheblichen Nachteilen verbunden war.

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Deshalb werden nach Angaben der RNV ab Montag bis etwa 23 Uhr noch Fahrten von den Zentren in umliegende Stadtteile angeboten.

Ludwigshafen: Im morgendlichen Berufsverkehr wird der Schienenersatzverkehr mit Bussen auf der Linie 7 auf einen Zehn-Minuten-Takt verstärkt. Der Schienenersatzverkehr auf der Linie 6 wird im Berufsverkehr ebenfalls punktuell verstärkt.

Zwischen Mannheim und Ludwigshafen: Die Fahrzeiten der Linie 6 werden angepasst, um in Verbindung mit der Linie 4 einen gleichmäßigeren Takt zwischen den beiden Städten herzustellen.

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Mannheim: Der Betrieb auf den Linien 2, 3 und 7 sowie der Buslinie 48 beginnt etwa eine Stunde früher, um dem Schichtbeginn in Unternehmen und Kliniken besser Rechnung zu tragen. Außerdem werden morgens im Berufsverkehr zusätzliche Fahrten mit größeren Fahrzeugen auf der Linie 58 angeboten.

Heidelberg: Im morgendlichen Berufsverkehr werden zusätzliche Busse auf der Linie 32 zwischen Hauptbahnhof und Neuenheimer Feld eingesetzt, um Berufspendler, die mit dem Regionalverkehr anreisen, den Weg zur Arbeit zu erleichtern. Zwischen 6.33 Uhr und 8.33 Uhr wird auf der Linie 32 zudem ein Zehn-Minuten-Takt eingerichtet. An Samstagen und Sonntagen verkehren ab etwa 4.30 Uhr zudem einzelne Moonliner, um ein Grundangebot zu gewährleisten.

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Mit den Anpassungen will die RNV gewährleisten, dass Fahrgäste auch im Berufsverkehr einen Sicherheitsabstand zueinander einhalten können. Dennoch werde es vereinzelt nicht möglich sein, einen Mindestabstand einzuhalten. Die RNV appelliert daher, nur unbedingt notwendige Fahrten anzutreten und die Hygieneregeln einzuhalten. bjz

Autor Stellvertretender Leiter der Redaktion Mannheim und die Region