Mehr als 10 000 Rheinland-Pfälzer bei Vogelzählung dabei

Von 
dpa/lrs
Lesedauer: 

Mainz. An der Zählaktion des Naturschutzbunds (Nabu) unter dem Motto "Stunde der Wintervögel" haben sich in diesem Jahr mehr als 10 000 Naturfreunde in Rheinland-Pfalz beteiligt. Das waren rund 2000 mehr als vor einem Jahr.

AdUnit urban-intext1

Die Rangliste der Beobachtungen am Fenster und im Garten führt in Rheinland-Pfalz erneut der Haussperling an. Die Zahl seiner Sichtungen nahm sogar um acht Prozent auf mehr als 55 000 zu. Etwas seltener wurden hingegen Kohlmeise auf Platz zwei und Blaumeise auf Platz vier gesehen. Bei beiden Meisenarten ging die Zahl der Sichtungen um 36 Prozent zurück. Stabilisiert hat sich hingegen die Amsel auf dem dritten Platz mit einem Plus von vier Prozent. Auf den Plätzen fünf bis acht liegen Feldsperling, Star, Elster und Buchfink. Rotkehlchen und die Rabenkrähe machen die Top Ten der Wintervögel in Rheinland-Pfalz komplett.

Besonderes Augenmerk galt diesmal der Blaumeise, die im vergangenen Frühjahr unter einer Epidemie litt, ausgelöst durch das Bakterium Suttonella ornithocola. Bei der "Stunde der Gartenvögel" im Mai 2020 wurden daraufhin deutlich weniger Blaumeisen beobachtet.

Ob und wie sich das Blaumeisensterben auch auf die Zählung im Januar ausgewirkt habe, müsse erst noch mit einer regionalen Analyse ausgewertet werden, erklärte der Nabu. "Wie bereits im sehr milden Winter 2017 machten sich viele typische Futterplatzbesucher rar, neben Meisen und Schwanzmeisen auch Kleiber, Gimpel und Kernbeißer." Der sonst übliche Zuzug von Vögeln aus dem Norden sei bei diesen Arten im bis kurz vor der Zählung europaweit sehr milden Winter wohl teilweise ausgeblieben.

Mehr zum Thema

Link Alle Meldungen im Newsticker Rhein-Neckar

Mehr erfahren