Lieferung von Masken für Grundschulen dauert noch Wochen

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bhr
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Mannheim. Noch ist unklar, ob die Grundschulen ab 1. Februar wieder öffnen. Klar ist aber: Kostenlose FFP2-Schutzmasken vom Land für Lehrkräfte gibt es zumindest bis zu diesem Zeitpunkt nicht. Im Bildungsausschuss des Landtags teilte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) an diesem Donnerstag mit, dass sie mit Lieferungen erst nach Fasnacht, voraussichtlich am 22. Februar, rechne. Das berichtete der Mannheimer SPD-Abgeordnete Stefan Fulst-Blei.

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Die Kollegien weiterführender Schulen hatten vom Land bereits nach den Sommerferien kostenlose FFP2-Masken erhalten, Grundschul-Lehrkräfte waren dagegen leer ausgegangen. Erst vor wenigen Tagen hatte Eisenmann angekündigt, jetzt auch sie ausstatten zu wollen.

Fest damit gerechnet

Nach einer Mitteilung der Bildungsgewerkschaft GEW, dass das Land zur Schulöffnung nach dem Lockdown Masken zur Verfügung stellen wolle, hatten Lehrkräfte und Leitungen fest mit einer Lieferung von Masken gerechnet. Das sagte Martina Schmidt, Rektorin der Vogelstangschule, dem „Mannheimer Morgen“. Sie erinnert an die Berichte über das mutierte, ansteckendere Virus und die strengeren Vorgaben zum Maskentragen aus Berlin. Die Verzögerung seitens des Landes kommentiert sie mit den Worten: „Ich bin fassungslos.“

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Der Zeitverzug, so Fulst-Blei, sei „hoch fragwürdig“. Viele Grundschulleitungen hätten ausdrücklich eine zeitnahe Ausstattung verlangt – „auch vor dem Hintergrund der aktuell immer stärker nachgefragten Notbetreuung“. Die Ministerin habe darauf hingewiesen, es gebe „keine Bereitstellungspflicht für den Arbeitgeber“. Das mache ihn „ziemlich sprachlos“.

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