Nachwuchs Landauer Zoo freut sich über putzmuntere Jungtiere

Von 
Simone Jakob
Lesedauer: 
Bei den Azara-Agutis im Landauer Zoo hat sich Nachwuchs eingestellt. © Zoo Landau

Landau. Süßer Nachwuchs im Landauer Zoo: Obwohl der Tiergarten coronabedingt geschlossen ist, sucht er Paten für die Neuzugänge. „Der kurzfristige Anschluss der Pfalz an das Saarland würde es Gästen ermöglichen, unsere Jungtiere endlich wieder zu besuchen. Denn dort dürfen die Zoos die gesamte Zeit des in Rheinland-Pfalz noch anhaltenden „Zoo-Lockdowns“ geöffnet sein“, sagt der Landauer Zoodirektor Jens-Ove Heckel. Obwohl er das natürlich nicht ernst meine, leide der Tiergarten unter der aktuellen Situation. Deshalb hofft Heckel, dass die Fans ihren Zoo mit Spenden und Tierpatenschaften unterstützen. „Alle Jungtiere würden sich wahnsinnig über einen Paten freuen“, verweist er auf Geburten und Neuzugänge. 
Überraschend hätten die possierlichen Kurzkrallenotter fünf „Zwerge“ bekommen, die munter die Außenanlage erkunden. Eigentlich sei die Landauer Gruppe nicht für die Zucht vorgesehen, da die vier Tiere Geschwister sind. „Leider hat die hormonelle Verhütung nicht geklappt wie gewünscht“, verrät Kuratorin Christina Schubert. Ein Problem sei das für die Tiere nicht, „die fünf Jungen haben trotzdem ein gesundes Otterleben vor sich“. Dafür, dass ein ähnliches Malheur nicht noch einmal passiert, sei mittlerweile gesorgt. „Umziehen müssen die Kleinen übrigens nicht, die Anlage bietet genug Platz für eine größere Gruppe“, sagt Schubert. Trotz Winterwetter gehe die quietschfidele Bande gerne schwimmen. „Außerdem kann man ihnen beim Wachsen zuschauen“, schmunzelt Heckel. Im Affenrevier freut sich das Team über ein kleines Mädchen bei den Weißscheitelmangaben.

AdUnit urban-intext1

Namen aus dem englischen Königshaus

„Pirina hat ihr sechstes Baby zur Welt gebracht und kümmert sich mit großer Gelassenheit um ihren Nachwuchs. Da alle Landauer Mangaben Namen aus dem englischen Königshaus erhalten - schließlich heißt das männliche Oberhaupt „Charles“ - sei die Kleine auf den Namen „Elisabeth“ getauft worden. Die Landauer Gruppe zähle zu den erfolgreichsten des vom Zoo Barcelona koordinierten Erhaltungszuchtprogramms der bedrohten Art und ist mit elf Tieren die zweitgrößte Gruppe in Europa. Da die Weißscheitelmangaben zu jenen Arten zählt, die im natürlichen Lebensraum stark bedroht sind, habe eine stabile Population in Menschenobhut einen hohen Stellenwert. Deshalb freue sich der Zoo umso mehr über die erfolgreiche Nachtzucht, mit der man einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leiste. 
Liebe auf den ersten Blick hat es bei den Azara-Agutis gegeben. „Das Weibchen ist erst im September aus Darmstadt zu uns gekommen, hat sich aber mit unserem Männchen sofort verstanden“, verrät Heckel. Der Nachwuchs ist Ende Januar auf die Welt gekommen und sei sehr agil. „Das neue Weibchen ist eine vorbildliche Mutter und auch mit den Goldgelben Löwenäffchen, die oberen Stock des Gemeinschaftsgeheges wohnen, klappt alles bestens. Wir haben eine sehr harmonische WG“, freut sich Pflegerteam. „Vielleicht müssen wir uns von Österreich adoptieren lassen, denn da dürfen die Zoos am kommenden Montag, 8. Februar, wieder öffnen. Dann könnten endlich auch Besucher unsere tollen Tiere wieder sehen“, hat Heckel noch eine Idee parat, um Tieren und Menschen wieder Begegnungen zu verschaffen.

Spenden für den Zoo Landau in der Pfalz unter:
Freundeskreis Zoo Landau e.V.
IBAN: DE31 5485 0010 0000 0003 80
Verwendung: Zoo Landau soll pälzisch bleiwe*

Autor