Pandemie Kretschmann über Auslegung von Corona-Regeln: Wir sind keine Schurken

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dpa
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Südwest. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zeigt kein Verständnis für die Kritik, dass einzelne Bundesländer gemeinsam vereinbarte Corona-Regeln im Detail immer wieder anders auslegen. In den meisten und wichtigsten Fragen seien die Ministerpräsidentenkonferenz und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stets zusammengeblieben, sagte Kretschmann in der ZDF-Sendung "Markus Lanz" am Dienstagabend. "Es waren immer ganz kleine Abweichungen - ich weiß nicht, warum man das so aufbauscht." Man müsse nicht bei jeder "kleinen Abweichung" so tun, "als seien da Schurken am Werk, das ist nicht der Fall", beklagte Kretschmann.

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In diesem Zusammenhang verteidigte der einzige Grünen-Länderchef auch seine Strategie, Kitas und Grundschulen im Land vom kommenden Montag an wohl schrittweise wieder öffnen zu wollen. Die endgültige Entscheidung hat er für diesen Mittwoch angekündigt. Viele andere Länder sind bei der Wiederöffnung von Kitas und Grundschulen bislang deutlich zurückhaltender.

Kretschmann sagte, zwar könne in der Pandemie nicht jede Interessensgruppe eine Extrawurst verlangen. "Aber bei den Kindern, bei den Kleinsten, da wiege ich mit der Goldwaage." Das hätten die Kinder verdient, und die pandemische Lage gebe das her. "Bei den Kleinen wiegt man mit der Goldwaage, bei den anderen mit der Viehwaage."

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