AdUnit Billboard
Kriminalität

Fälle sexueller Erpressung mehren sich

Von 
pol/mgw
Lesedauer: 

Rhein/Neckar. Die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg registrierte im vergangenen Jahr 69 Fälle von „Sextortion“ in Mannheim (20 Fälle), Heidelberg (15) und dem Rhein-Neckar-Kreis (34). Im Jahr davor waren es erst 40 Fälle gewesen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

„Sextortion“ – zusammengesetzt aus den Wörtern „Sex“ und „Extortion – Erpressung“ – ist eine Art der sexuellen Erpressung. Was wie ein harmloser Flirt beginnt, endet oft mit hohen Geldforderungen. Die Betrüger bringen ihre Opfer dazu, sich vor der Webcam auszuziehen und sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen. Anschließend erpressen sie ihre gutgläubigen Chatpartner.

So erging es jüngst zwei jungen Männern aus Mannheim und aus einer Gemeinde im südlichen Rhein-Neckar-Kreis. Sie lernten Frauen im Internet kennen, die sie, während sie miteinander skypten, dazu veranlassten, sich auszuziehen.
Die Video-Chats wurden daraufhin von den Damen beendet. Umgehend flatterten Forderungen bei den Männern ins E-Mail-Postfach, gegen die Zahlung von
mehreren tausend Euro auf die Weiterleitung der Videos an deren Freunde zu
verzichten.

Während der Mannheimer überhaupt nicht auf die Forderung reagierte und Anzeige bei der Polizei erstattete, überwies der andere mehrere hundert Euro und erstattete danach Anzeige. Die Überweisung wurde allerdings noch nicht durchgeführt, so dass sie noch unterbunden werden konnte und ihm kein finanzieller Schaden entstand.
Die Aufklärungsquote ist bei diesem Deliktsphänomen nach Auskunft der Polizei äußerst gering. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden in Mannheim (6), Heidelberg (2) und dem Rhein-Neckar-Kreis (4) bereits zwölf Taten angezeigt.

Mehr zum Thema

Newsticker

Alle Meldungen aus Rhein-Neckar

Mehr erfahren
Newsticker

Alle Meldungen im Newsticker Mannheim

Mehr erfahren
Link

Alle Meldungen im Newsticker Schwetzinger Zeitung

Mehr erfahren
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1