Weitere Sendung entschärft Explosionen bei ADM Wild und Lidl: Ermittler gehen von Tatzusammenhang aus

Von 
kpl/pol
Lesedauer: 
Auf dem Firmengelände ADM in Eppelheim ist es am Dienstagvormittag zu eiem Großeinsatz gekommen. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, kam es offenbar in der Warenannahme zu einer Verpuffung. © René Priebe

Stuttgart/Heidelberg. Im Falle der Explosionen von Postsendungen bei Firmen in Eppelheim und in Neckarsulm wird von einem Tatzusammenhang ausgegangen. Das teilten das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und die Staatsanwaltschaft Heidelberg am frühen Donnerstagabend mit. Demnach könne ein erster Erfolg bereits vermeldet werden: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sei es gelungen in einem Paktverteilzentrum beim Flughafen München, eine weitere Postsendung abzufangen und zu entschärfen. Die Sendung sei an ein Lebensmittelunternehmen mit Sitz in Bayern adressiert gewesen.

AdUnit urban-intext1

Spezialistinnen und Spezialisten prüfen derzeit sämtliche an den Tatorten und der entschärften Sendung gesicherten Spuren, um dem Täter auf die Spuren zu kommen. Erkenntnisse über die Motivlage lagen zunächst noch keine vor.

Die bei den Detonationen verletzten Personen haben das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen, hieß es in der Pressemitteilung weiter. Ein Mann hatte am Dienstag bei einer Verpuffung eines Pakets, das bei ADM Wild in Eppelheim eingegangen war, ein Knalltrauma erlitten. Bei der Explosion eines Briefes in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm am Mittwoch hatten sich drei Personen verletzt.

Die Eppelheimer Wild-Werke prüfen nach dem Vorfall nach eigener Aussage, wie die die Sicherheitsmaßnahmen vor Ort weiter erhöht werden könnten. Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter hätten oberste Priorität. "Der von dem Vorfall betroffene Mitarbeiter erholt sich aktuell zu Hause. Nach Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden wird der Betrieb in Eppelheim fortgeführt. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu der Art des Vorfalls nicht äußern können, da die Ermittlungen aktuell noch laufen", erklärte die Pressestelle des Unternehmens gegenüber dieser Redaktion.

AdUnit urban-intext2

Am Donnerstag wurde seitens der ermittelnden Behörden eine Sonderkommission eingerichtet. Neben dem Landeskriminalamt gehören dieser mehr als 100 Beamtinnen und Beamte der Polizeipräsidien Heilbronn, Mannheim und Ulm an. Auch das Bayerische Landeskriminalamt sei aufgrund der am Münchner Flughafen sichergestellten Sendung eng in die Ermittlungen eingebunden.

Mehr zum Thema

Link Alle Meldungen im Newsticker Rhein-Neckar

Mehr erfahren