Pandemie Entwarnung: Doch keine 15-Kilometer-Beschränkung in Ludwigshafen

Von 
Michael Ströbel
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Die Stadt Ludwigshafen hat ihre bisher geltende Allgemeinverfügung zur Bekämpfung der Pandemie mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Damit entfällt unter anderem die Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr.
© Bernhard Zinke

Ludwigshafen. Weil das positive Testergebnis nur ein Einzelfall sei, soll die Allgemeinverfügung der Stadt Ludwigshafen nun vorerst doch nicht erweitert werden. Damit bleibt es bei den bisherigen Beschränkungen. In einer Pressemitteilung von Freitagmittag hatte die Stadtverwaltung noch erklärt, dass die Bewegungsfreiheit der Ludwigshafener Bürger ab Samstag auf einen Radius von 15 Kilometer beschränkt würde.

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In einer entsprechenden Pressemitteilung von Freitagabend heißt es, die zwischenzeitlich vorliegenden Ergebnisse der Corona-Tests bei den Bewohnern einer Sammelunterkunft in Ludwigshafen hätten keine weiteren Infektionen angezeigt. Alle getesteten Personen seien nachweislich nicht erkrankt. "Die Stadt Ludwigshafen wird daher heute darauf verzichten, die bestehende Allgemeinverfügung zu erweitern und die zunächst aus Gründen des Gesundheitsschutzes vorgesehene Einschränkung des Bewegungsradius der Bevölkerung auf 15 Kilometer nicht in Kraft setzen. Das hat Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck in Abstimmung mit den Fachbehörden am späten Nachmittag entschieden", heißt es weiter.

Die Bewohner der Sammelunterkunft müssten dennoch als Kontaktperson ersten Grades weiter in der Einrichtung bleiben. Mit einer umfassenden Teststrategie wird die Stadtverwaltung in der kommenden Woche die Situation begleiten und dann entscheiden, wie lange die Absonderung aufrechterhalten werden muss.

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 „Das Ergebnis hat uns überrascht und erleichtert zugleich. Sehr wahrscheinlich haben wir es mit einem Einzelfall zu tun, so jedenfalls der momentane Stand der Dinge. Wir können deshalb im Sinne einer Abwägung der Rechtsgüter zunächst darauf verzichten, die Menschen in Ludwigshafen mit einer weiteren, schwerwiegenden Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zu belasten. Selbstverständlich werden wir aber die Situation sehr eng und sorgsam begleiten“, wird Oberbürgermeisterin Steinruck in der Mitteilung zitiert.

„Corona zwingt uns immer wieder zu schnellem Handeln, weil wir nur so die Gesundheit der Menschen schützen und die Ausbreitung des Virus stoppen können. Deswegen mussten wir gestern alle Schutzmaßnahmen in die Wege leiten. Wir waren vorbereitet. Ich bin froh, dass wir nun in diesem Fall vorsichtig Entwarnung geben können“, erklärte Steinruck. Die OB bedankt sich bei allen, die heute vor Ort die Testaktion unterstützt und begleitet haben.

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