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Drei Bürgerrechtlerinnen aus Belarus mit Lutherpreis geehrt

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dpa/lrs
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Worms. Die Bürgerrechtlerinnen Veronika Zepkalo, Swetlana Tichanowskaja und Maria Kolesnikowa aus Belarus haben stellvertretend für die Demokratiebewegung in ihrem Land am Dienstag in Worms den Lutherpreis "Das unerschrockene Wort" erhalten. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wird alle zwei Jahre vom Bund der 16 deutschen Lutherstädte verliehen - dort wirkte der Reformator Martin Luther. Den Preis in der Dreifaltigkeitskirche nahmen Zepkalo und die Schwester der inhaftierten Kolesnikowa, Tatjana Chomitsch, entgegen.

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Der ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) sprach in der Laudatio von "mutigen und ermutigenden" Preisträgerinnen. Auch die stellvertretende rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Anne Spiegel (Grüne) hob die friedlich Demonstrierenden in Belarus hervor. "Der Lutherpreis würdigt, dass sie gemeinsam gegen brutalsten Widerstand des autoritären Systems für eine demokratische Zukunft in ihrem Land eintreten", sagte sie in ihrer Rede. Zepkalo und Chomitsch dankten für die Unterstützung im Kampf gegen das Regime in Minsk.

Die Verleihung hatte mit einer Schweigeminute für Flutopfer begonnen. Im Sinne der Zivilcourage Luthers (1483-1546), der mit seinen Thesen gegen den Ablasshandel Papst und Kaiser die Stirn bot, ehrt der nach dem Mönch benannte Preis mutige Menschen für ihre Worte und Taten.

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