Corona-Krise - Kirchensteuer wird voraussichtlich geringer ausfallen – Arbeitsgruppe entwickelt Vorschläge zur Zukunftssicherung Bistum Speyer verhängt Haushaltssperre

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sin
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Speyer. Die Corona-Krise hat auch das Bistum Speyer erreicht: „Wir rechnen mit einem spürbaren Rückgang der Kirchensteuer als Folge der Corona-Krise“, erklärt Generalvikar Andreas Sturm. Deshalb hat das Bistum eine Haushaltssperre und ein Bündel von kurz- und mittelfristigen Sparmaßnahmen beschlossen.

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Die Einnahmeausfälle, die sich aufgrund der demografischen Entwicklung und der Kirchenaustritte schon seit längerem abzeichnen, würden nun durch die Corona-Pandemie verschärft: „Wir müssen entschlossen gegensteuern, um den Haushalt des Bistums angesichts der veränderten Gesamtsituation im Gleichgewicht zu halten“, betont Sturm zu den Einsparungen, die bis in das Jahr 2024 reichen sollen.

Zustimmung erforderlich

Ab sofort bedürfen größere Ausgaben deshalb der Zustimmung des Generalvikars. Freie Stellen in der Verwaltung des Bischöflichen Ordinariats werden in der Regel nicht mehr nachbesetzt. Baumaßnahmen an den Gebäuden des Bistums sollen nur noch dann durchgeführt werden, wenn sie für die Sicherheit oder den Substanzerhalt dringend notwendig sind. Im Haushalt für 2021 wird das Bistum die Sachkosten reduzieren und die Zuweisungen an andere Rechtsträger kürzen. „Zugleich werden wir prüfen, an welchen Stellen wir die Einnahmen verbessern können, zum Beispiel durch eine bessere Refinanzierung“, kündigt Sturm an. Um langfristig Kosten zu reduzieren, hat das Bistum eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Generalvikars eingesetzt, die Schwerpunkte in der Vermittlung des christlichen Glaubens setzen soll.

Direkte Auswirkungen zum Beispiel bei der Kinderbetreuung wird die Maßnahme indes nicht haben, wie ein Sprecher auf Nachfrage dieser Redaktion betont: „Die Haushaltssperre ist erst einmal eine organisatorische Maßnahme, um die Finanzen des Bistums auf Kurs zu halten. Die Sanierungsarbeiten am Speyerer Dom sind von der Haushaltssperre des Bistums nicht betroffen, da dafür das Domkapitel verantwortlich ist. 

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