Integration: Neue Bleibe für "besonders Schutzbedürftige" Bis zu 20 Irak-Flüchtlinge nach Neckargemünd

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Rhein-Neckar. Im Dezember vergangenen Jahres beschloss das Bundesinnenministerium, 2500 Flüchtlinge aus dem Irak aufzunehmen. Sie gelten als "besonders schutzbedürftig", weil sie religiös verfolgt werden oder auf medizinische Hilfe angewiesen sind. Ein Teil von ihnen kommt auch in die Region.

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Dass zehn bis 20 der Flüchtlinge in einem Mannheimer Wohnheim untergebracht werden, ist bereits bekannt. Zwischen 16 und 20 sollen zudem in Neckargemünd eine neue Bleibe finden, sagt Berno Müller für den Rhein-Neckar-Kreis. Der Verteilerschlüssel sei im Land aber noch nicht festgelegt. Insgesamt 320 sollen es in Baden-Württemberg sein. Der Stadt Heidelberg wurden vom Regierungspräsidium Karlsruhe dagegen noch keine Irak-Flüchtlinge zugewiesen, so Pressesprecherin Christiane Bayer.

Unklar ist dagegen noch, wie viele Flüchtlinge in die Vorderpfalz und nach Südhessen kommen. "Uns wurde nur mitgeteilt, dass Rheinland-Pfalz 125 Flüchtlinge aufnimmt", berichtet Jürgen Schwerdt vom Rhein-Pfalz-Kreis. Man warte auf weitere Informationen. Ähnlich sieht es im Kreis Bergstraße aus: Bislang weiß man dort nur, dass 180 Irakis nach Hessen reisen. "Wir prüfen, wie viele wir aufnehmen können", so Pressesprecherin Melanie Knauf.

Günstlingen von Ex-Diktator Saddam Hussein oder Extremisten soll die Tür verschlossen bleiben. kjs