Verkehr - Polizei kontrolliert Fernfahrer auf der Autobahn Bedenklicher Lkw-Zustand

Von 
sin
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Neustadt. 19 Stunden am Steuer, Drogen im Blut und bis auf die Achse abgefahrene Reifen – der Schwerverkehrskontrolltrupp des Polizeipräsidiums Rheinpfalz hat gleich dreimal ins Schwarze getroffen. Zunächst war ein rumänischer Trucker wegen überhöhter Geschwindigkeit gestoppt worden. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass er keinerlei Kontrollblätter an Bord hatte, um seine Lenk- und Ruhezeiten nachzuweisen. Ein Beleg im Führerhaus ergab aber, dass er 19 Stunden vorher an einer rumänischen Tankstelle getankt hatte und danach 1300 Kilometer gefahren war. „Im negativen Sinn eine beachtliche Leistung“, so ein Polizeisprecher.

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Besorgniserregend sei auch der technische Zustand eines rumänischen Gefahrgut-Transporters gewesen: „Zwei Reifen einer Achse waren so abgefahren, dass bereits das Stahlgewebe zum Vorschein kam“, berichtet der Sprecher. Zudem stellte der Techniker eine durchgerissene Bremsscheibe fest. Obendrein sei die 24 Tonnen schwere Ladung des Lkw nicht vorschriftsmäßig gesichert gewesen. Ein Fernfahrer aus Polen hatte zwar kein Gefahrgut geladen, aber gefährliche Stoffe, nämlich Drogen im Blut. Seinen Führerschein wollte der Mann bei der Spedition vergessen haben. Die Ermittlungen ergaben aber, dass er noch nie im Besitz einer Fahrerlaubnis gewesen war. Ein zweiter Fahrer sollte den Mann abholen, da dieser zugab, ebenfalls Marihuana genommen zu haben, legte die Polizei den Sattelzug an die Kette.