Gesundheit - Infektionsgeschehen am Frankenthaler Krankenhaus nur auf der Chirurgie / Öffnung ab 27. Januar sehr wahrscheinlich 30 positive Testergebnisse in Stadtklinik

Von 
Bernhard Zinke
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Abstrichproben von Corona-Tests stehen auf einem Tisch. (Symbolbild) © dpa

Frankenthal. Der Corona-Ausbruch in der Stadtklinik von Frankenthal ist auf die Chirurgie begrenzt geblieben. Das ist das Ergebnis der ersten Reihentestung, wie die Stadtverwaltung Frankenthal am Freitag meldete. Demnach wurden mehr als 700 Mitarbeiter und rund 200 Patienten abgestrichen, bei 30 sei der Test positiv ausgefallen.

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Infiziert haben sich nach den Angaben der Stadtklinik zwölf Patienten, 13 Mitarbeiter aus der Pflege, vier Ärzte und eine Verwaltungskraft. Betroffen von einer Infektion sind ausschließlich Mitarbeiter und Patienten von der Chirurgie und der Covid-Station des Krankenhauses.

Aufnahmestopp bis 26. Januar

Wegen des unklaren Ausbruchsgeschehens hatte die Stadt Frankenthal am vergangenen Sonntag einen freiwilligen Aufnahmestopp für das komplette Krankenhaus bis zum 26. Januar verhängt und war damit über die Empfehlungen des Gesundheitsamtes hinausgegangen. Damit hatte die Stadtklinik schnell höchste Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern treffen wollen. „Die Öffnung der Klinik zum 27. Januar gilt als wahrscheinlich“, meldete die Stadt als Träger der Klinik am Freitag. Allerdings müssten noch die Ergebnisse der zweiten Reihentestung abgeartet werden. Seit Freitag und noch bis zum Sonntag macht die Klinik erneut Abstriche bei allen Mitarbeitern und Patienten. Mit Ergebnissen dieser Tests wird bis Dienstag gerechnet. Sollten sich die Zahlen der ersten Runde bestätigen, wird die Stadtklinik ab dem kommenden Mittwoch wieder Patienten aufnehmen können.

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Entdeckt worden war die Infektion im Krankenhaus durch einen Routinetest. Ein Patient hatte von der Chirurgie auf eine andere Station innerhalb des Hauses verlegt werden sollen. Dabei wurde ein Schnelltest gemacht, der überraschenderweise positiv ausfiel. Daraufhin zog die Klinik die Notbremse. Zuerst wurde innerhalb der Abteilung durchgetestet. Dies ergab bereits die Infektionen von vier Ärzten und zwei Mitarbeitern sowie drei Patienten. Ab Montag musste dann das gesamte Personal zum Antigen-Schnelltest antreten, ebenso alle 200 Patienten. Wo die Infektion letztlich herkam, ist unklar. Es würden noch einmal alle Arbeitsprozesse durchleuchtet.

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Autor Stellvertretender Leiter der Redaktion Mannheim und die Region

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