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Gefährdete Arten - SGD Süd sorgt sich um Fischbestände

200.000 Aale zusätzlich im Rhein

Von 
red
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Rhein-Neckar. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) führt zurzeit Aalbesatzmaßnahmen in Rheinhessen und in der Pfalz durch. SGD-Süd-Präsident Hannes Kopf erläutert: „Insgesamt werden 1 800 Kilogramm Jungaale im Oberrhein eingesetzt. Diese Fischbesatzmaßnahme ist wichtig, weil sie der Erhaltung und Bestandsstützung von gefährdeten Fischarten wie zum Beispiel dem Aal in unseren Gewässern dient.“

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Die jungen Aale sind zwischen neun und zwölf Gramm schwer und etwa zehn Zentimeter lang. Es handelt sich um etwa 150 000 bis 200 000 Tiere, die den Bestand stärken sollen. Die Kosten dieser Besatzmaßnahme betragen rund 90 000 Euro.

Bis zu 200 000 Aale setzt die SGD Süd im Rhein aktuell aus. © SGD Süd

Lebensraum weiter verbessern

Grund für die Maßnahme: Im September 2007 hat die Europäische Union die Verordnung mit Maßnahmen zur Wiederauffüllung des Bestands des Europäischen Aals veröffentlicht. Diese Verordnung sieht vor, dass der Aalbestand auch mit Besatzmaßnahmen unterstützt werden muss. Deshalb hat die SGD Süd im Verlauf der vergangenen Jahre die Besatzmengen stufenweise erhöht. „Wir wollen sowohl eine weitere Verbesserung der Lebensraum- und Wasserqualität als auch eine Minimierung der negativen Einflussfaktoren erzielen, damit sich der Fischbestand selbst erhalten kann“, so Kopf.

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Ausgesetzt werden Aale, die in Farmen großgezogen wurden und die die SGD Süd gekauft hat. Dazu nutzt sie das rheinland-pfälzische Mess- und Untersuchungsschiff „MS Burgund“. Denn auf ihm können die nötigen Fischbecken zur Zwischenhaltung angebracht werden. Mit einer fest installierten Pumpe können Becken mit frischem Zulaufwasser aus dem Rhein versorgt werden. Schließlich werden die Fische dann im Rhein und seinen Seitengewässern ausgesetzt. 

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