Erster Fall im Rhein-Neckar-Kreis Heidelberger Corona-Patient hat nur leichte Symptome

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mad/mer/dls
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Der Mann wird im Heidelberger Uniklinikum behandelt. © Uli Deck

Heidelberg. Ein Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis hat sich mit dem Coronavirus infiziert und befindet sich in einer entsprechend dafür eingerichteten Quarantänestation des Universitätsklinikums Heidelberg. Nach Informationen des Rhein-Neckar-Kreises geht es ihm den Umständen entsprechend gut. "Er zeigt leichte Symptome, wie sie auch bei einem grippalen Infekt oder einer Grippe zu beobachten sind", teilte eine Sprecherin des Landratsamts auf Anfrage dieser Redaktion mit.

Weitere Informationen

  • Wer Fragen rund um das Coronavirus hat, kann sich täglich an das Informationstelefon des Gesundheitsamtes des Rhein-Neckar-Kreises wenden, das auch für den Stadtkreis Heidelberg zuständig ist: 06221/522-1881.
  • Das Kultusministerium Baden-Württemberg hat angeordnet, dass Lehrer, Schüler, Kita-Kinder und Erzieher vorerst zu Hause bleiben sollen, wenn sie in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet gewesen sind. Dies gelte unabhängig von eigenen Krankheitssymptomen, teilte das Ministerium mit. Es verwies auf das Robert Koch-Institut in Berlin, das die Liste der Risikogebiete auf die gesamte Region Lombardei in Italien erweitert hatte. Eine ähnliche Vorgabe gab das Innenministerium in Stuttgart auch an seine Behörden weiter. Für die Polizei soll dies dem Vernehmen nach demnächst folgen. (dpa/red)
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Nach Einschätzung des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar besteht für die Öffentlichkeit kein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Das gilt nach Angaben der Stadt Heidelberg auch für Schulen, Kitas und städtische Einrichtungen. "Die Kindertagesstätten in Heidelberg sind entsprechend ihrer jeweiligen regulären Öffnungszeiten geöffnet. Auch die Schulen bleiben nach derzeitigem Kenntnisstand nach Ferienende geöffnet", teilte die Stadt mit.  Das Kultusministerium in Stuttgart ordnete an, dass Lehrer, Schüler, Kita-Kinder und Erzieher vorerst zu Hause bleiben sollen, wenn sie in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet gewesen sind. Dies gelte unabhängig von eigenen Krankheitssymptomen.

Der Patient hatte sich bereits am Mittwochabend nach seiner Rückkehr aus dem Skiurlaub in Südtirol mit leichten Symptomen in der Notfallambulanz des Heidelberger Universitätsklinikums vorgestellt, wie  Landratsamt und baden-württembergisches Sozialministerium in Stuttgart am Freitagmorgen mitteilten. Ein entsprechender Test fiel am späten Donnerstagabend positiv aus.

Nach Informationen der "Schwetzinger Zeitung" wohnt der Mann im Bereich Schwetzingen/Oftersheim. Angaben eines Bekannten des Betroffenen zufolge war der etwa 50 Jahre alte Mann mit einer Reisegruppe aus Brühl unterwegs. Der Urlaubsort der Gruppe, die Ortschaft Wolkenstein, ist eine Autostunde vom italienischen Terlan entfernt.

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Der Mann liegt derzeit im Universitätsklinikum und wird getrennt von den anderen Patienten behandelt. Seine Ehefrau befindet sich in häuslicher Quarantäne. Die weiteren Kontaktpersonen werden ermittelt. "Sobald eine der Kontaktpersonen Symptome entwickelt, wird sie ebenfalls in einem Krankenhaus isoliert", teilte das Landratsamt mit.

Das Uniklinikum Heidelberg hatte erst am Freitag in einem kleinen Teil des Neubaus der Chirurgie eine Infektionsambulanz eröffnet. Dort stehen 20 Betten zur Verfügung, in einem liegt der an Covid-19 erkrankte Patient. Bei Bedarf können weitere Betten hinzukommen. Der Neubau gehört derzeit noch dem Land Baden-Württemberg und soll am 27. März dem Klinikum übergeben werden.

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Auch ein Mann aus dem Landkreis Ludwigsburg hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er sei innerhalb der sogenannten Influenza-Surveillance „herausgefischt“ worden, hieß es in einer Mitteilung. Das bedeutet, dass Proben im Labor des Landesgesundheitsamtes, die negativ auf Influenza getestet wurden, automatisch auch auf das Coronavirus hin untersucht werden. Dies ist der erste Fall, der auf diese Art ermittelt wurde.

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