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Zur Obstlieferung an Schulen

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Zum Artikel „Ab Montag kein frisches Obst“ vom 16. Juni:

Weil ein Lieferant für Schulobst ein Knöllchen bekommen hat, will er nun künftig die Schule nicht mehr anfahren. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn
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Das bringt das Fass zum Überlaufen. In der Neckarstadt Ost wie West und dem Jungbusch wird nahezu alles vom Kommunalen Ordnungsdienst geduldet. Parken in der zweiten Reihe ist in der Langen Rötterstraße zum Beispiel ganz normal. Vor der Marie-Curie-Schule ist der Gehweg fast täglich komplett unpassierbar. Der Betriebsweg zum Bürgerhaus in der Lutherstraße ist an manchen Tagen so zugeparkt, dass man mit dem Fahrrad nicht durchkommt. In der Humboldtstraße muss man mit Kinderwagen oder Rollator auf der Straße laufen, da Pkw auf ohnehin sehr schmalem Gehweg (unter einem Meter) parken. Das ist schon immer verboten, dazu braucht es keine neue Beschilderung.

Kein Verständnis

Rad- und Gehwege werden beparkt. Die Kreuzungen sind für Kinder nicht einsehbar, um die Straße zu überqueren, müssen Fußgänger nicht selten bis zur nächsten Ecke laufen, um zwischen den geparkten Fahrzeugen durchzukommen. Zickzack-Linien oder große Rettungsbuchten (Erlenstraße/Pumpwerkstraße) werden ignoriert. In der Pestalozzistraße kommt die Müllabfuhr kaum durch, da trotz Verbots auf der Zickzack-Linie ständig Autos stehen. Ansprache der Fahrer bringt absolut nichts. Solange in der Neckarstadt West noch unvermietete Stellplätze und Garagen zur Verfügung stehen, muss man für Falschparker kein Verständnis haben.

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Von
Christiane Sobel
Ort
Mannheim
Datum

Da parkt ein Lieferant, der für eine sehr gute Sache unterwegs ist, auf dem Gehweg und bekommt berechtigterweise ein Knöllchen. Und aus der – richtigen – Weigerung der Stadt, dieses zurückzunehmen, zieht er seine Konsequenzen und stellt die Lieferungen ein. Und was passiert jetzt? Die Stadt wird aufgefordert, gegen geltende Gesetze und Verordnungen zu verstoßen und das Bußgeld zurückzunehmen.

Auch der Kommentar von „MM“-Redakteur Bertram Bähr geht in die gleiche Richtung. Aber fragt denn irgendjemand nach den Ursachen für das Verhalten des Obstbauern? Offensichtlich nicht. Jedenfalls ist dem „MM“-Artikel nichts dergleichen zu entnehmen. Auslöser aber war wohl die Schließung der Schulhöfe und die daraus folgende erschwerte Belieferung. Wäre hier nicht der richtige Ansatz für eine Lösung?

Warum ist die Schule nicht in der Lage, eine gesetzeskonforme Ausnahmeregelung für den Lieferanten in die Wege zu leiten? Zum Beispiel mit einem Schlüssel für die Absperrung? Oder einem anderen gangbaren Weg. Der Lieferant könnte ja im Sekretariat anrufen und sich vom Hausmeister aufschließen lassen. Oder oder oder – es gäbe sicher noch andere Lösungen, wenn man nur drüber nachdenkt.

Aber gleich das übliche Spiel (es ist ja nur ein kleiner Moment auf dem Gehweg, da läuft ja niemand, das haben wir auch früher so gemacht, kann man da keine Ausnahme machen) zu spielen kann es nicht sein. So werden wir nie etwas im Bewusstsein der Menschen verändern, weil jahrelang etwas geduldet wurde, was andere, nämlich in der Regel schwächere Verkehrsteilnehmer*innen gefährdet.

Würde die Stadt hier nachgeben, würde sich am Verhalten nichts ändern. Also bitte die Kirche im Dorf lassen und nach echten Lösungen suchen. Hier ist meiner Meinung nach zuerst die Schule in der Pflicht.

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Von
Manfred Shita
Ort
Mannheim
Datum

Ja, das bringt das Fass zum Überlaufen. Da hat sich doch ein Kommunaler-Ordnungsdienst-Beschäftigter hinter der Litfaßsäule versteckt, um dem Obstlieferant, der gerade eine Schule beliefert, schnell einen Strafzettel hinter den Scheibenwischer zu klemmen. Ist ja einfach, niemand ist da im Moment und so kann ja auch keine Diskussion entstehen.

Mit zweierlei Maß

Es sieht schon anders aus, wenn der dicke Mercedes in den Quadraten eine Straße blockiert, um ein Schwätzchen zu halten. Oder all die Postzusteller, Taxis, Pizzalieferanten, Baustellen- und Handwerker-Fahrzeuge. Wie heißt ’s auf der Web-Site: „Sicherheit und Ordnung für Alle“ Aber da wird doch mit zweierlei Maß gemessen.

Mal sehen, was der Bürger als Nächstes an Schikanen erleben wird. Wie wär’s liebe Stadt, wenn dieses Personal auch mal ein Blick auf die tiefen Schlaglöcher in unseren DDR-ähnlichen Straßen hätten. Zuviel verlangt?

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Von
Wolfgang Roos
Ort
Mannheim
Datum

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3y5DL2Y

Man muss sich fremdschämen für das Verhalten der Stadt Mannheim. Da werden Kinder mit gesunden Lebensmitteln versorgt und nicht irgendwelche Materialien geliefert. Von dem Lieferanten wegen weniger Minuten ein Bußgeld von 55 Euro zu verlangen, ist eine Schande ohnegleichen. Immerhin soll ja nach Aussage von Bürgermeister Christian Specht nun ein Kompromiss gefunden werden.

Vielleicht sollte sich der Ordnungsdienst mal etwas mehr auf gravierendere Verstöße konzentrieren. Auch wäre es sinnvoll, endlich gegen die E-Roller vorzugehen, die überall kreuz und quer liegen und stehen und tatsächlich ein gefährliches Hindernis darstellen.

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Von
Cornelia Unger
Ort
Mannheim
Datum

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