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Zum Thema Flüchtlinge

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Die Flüchtingsunterkunft in der Bochumer Straße in Mannheim beim Besuch des „MM“. © Steffen Mack

Zum Artikel „Flüchtlinge nicht vergessen“ vom 13. September:

„Schockierend, menschenunwürdig, untragbar“, werden die Zustände in der Flüchtlingsunterkunft in der Bochumer Straße geschildert. Dass das Gebäude nicht in bestem Zustand war, ist bekannt. Trotzdem war es wohl vor Einweisung der 120 Flüchtlinge, durchaus bewohnbar und auch bewohnt. Deshalb sei die Gretchenfrage gestattet: „Wer hat denn dann wohl das Gebäude und die Inneneinrichtungen in diese „unwürdigen“ Zustände gebracht?

Lieber Herr Mack, um das Problem der fehlenden Unterkünfte für Flüchtlinge zu verbessern zwei Vorschläge: 1. Ausreisepflichtige Asylanten wie gesetzlich vorgeschrieben auch ausweisen! 2. Um so dringlicher als je zuvor, wo wir Bürger nicht wissen, was alles an finanziellen Belastungen auf uns zukommt, zumindest solange das Asylverfahren läuft, sollte alles auf Sachleistungen für Unterkunft und Verpflegung umgestellt werden. Ansonsten steht zu befürchten, dass der sogenannte rechte Rand schnell in der Mitte der Gesellschaft ankommt.

Wenn seit Jahren mehrere Hunderttausend Menschen ungeplant und illegal in die EU kommen, sind die Aufnahmekapazitäten, Unterbringungsmöglichkeiten irgendwann einmal erschöpft. Davon abgesehen, besitzen die meisten der illegalen Flüchtlinge keinerlei Identitätsnachweis und viele haben auch keine Chance auf eine Aufenthaltsberechtigung – im Gegensatz zu den erwähnten Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine.

Mir stellt sich manchmal die (vielleicht naive) Frage, warum die Flüchtlinge des afrikanischen, asiatischen Kontinentes nicht in diverse afrikanische, arabische, asiatische Nachbarländer fliehen? Immerhin gibt es dort nicht so eklatant kulturelle Unterschiede. Des Weiteren weiß ich, dass es immer noch etliche Migrationsprojekte gibt, so wurde zum Beispiel ein junger Flüchtling aus Syrien (seit 2019 in Deutschland) privat bei einer Sozialpädagogin untergebracht (keine ehrenamtliche Leistung!), wo er entsprechend betreut und gefördert wird, wie zum Beispiel beim Sprachkurs, bei der Suche nach einem Studienplatz, beim Besuch in der Zahnklinik, beim Besuch eines Psychologen ... (seine Eltern sind übrigens in den Irak geflüchtet). Oder auch von staatlich betreuten Wohngruppen, in denen man den Menschen hilft, in Deutschland Fuß zu fassen.

Berichten Sie doch auch einmal über beheimatete Mitmenschen, die aufgrund der steigenden Mietpreise wohnungslos geworden sind – über Menschen, die aufgrund der starken Nachfrage an den Lebensmittel-Tafeln abgewiesen werden – über Menschen, die mehrere Jobs haben, um über „die Runden“ zu kommen.

Oder über Kinder, die ohne Frühstück in die Schule müssen oder in sozialen Einrichtungen eine warme Mahlzeit erhalten – über Menschen, die die Energierechnungen nicht mehr bezahlen können – über Menschen, die an der Tiertafel Schlange stehen, weil sie sich das Futter für Ihr Haustier nicht mehr leisten können (gerade für alte Leute der einzige Halt, den sie in ihrem Leben noch haben)… Hier in Deutschland gibt es unendlich viele andere Missstände.

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3dpRpXk

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Werner Ehret
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