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Zum Stadthaus

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Zum Artikel „Neuer Anlauf: Planer untersuchen Zukunft von Stadthaus N 1 in Mannheimer Quadraten“ vom 24. Mai:

Das Stadthaus N 1 in Mannheim polarisiert – vor allem seit es unter Denkmalschutz gestellt wurde. © Thomas Tröster
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Stadthaus: Bauen, 30 Jahre, abreißen. Die Lebensdauer öffentlicher Gebäude beträgt in der Gegenwart 30 bis 60 Jahre. Collini-Center: 47 Jahre Kunsthalle: 31 Jahre Nationaltheater: 65 Jahre Rathaus-Center in Lu: 42 Jahre. Große Bauten, erstellt nach Architekturwettbewerben, sehr schön, 30 bis 60 Jahre später: gefällt nicht mehr, Sanierung „nicht wirtschaftlich und nicht zweckmäßig“, hau ruck, weg damit. Collini-Center: marode (aber nur der Teil in öffentlichem Besitz!), muss weg. Aber erstmal ein Gerüst, zehn Jahre, acht Millionen Kosten allein dafür. Rathaus-Center Lu: Abrisskosten 80 Millionen, ein riesiger Schuttberg. Allein der Abriss dauert Jahre. Teile der Innenstadt für viele Jahre lahmgelegt. Stadtstraße statt Hochstraße: gleiches Spiel. Nachhaltigkeit? Umwelt? Nur wenn es gerade passt.

Gebäude werden zu Ex-und-Hopp-Waren wie Billigklamotten. Nur dass sie nicht billig sind. Aber es ist ja genug da!? Bei der Kunsthalle ist klar: nur der neuere Bau muss verschwinden. Der alte Billing-Bau von 1907 ist sakrosankt: ein Kulturschatz aus dem Jugendstil. Geht doch. Sonst müssen dann schon mal die Architekturexperten vom Denkmalschutz einschreiten: Beim Nationaltheater. Beim Stadthaus: „Eines der überzeugenden Denkmale der Postmoderne in Deutschland“.

Sinnvolle Verwendung

Und dann geht’s ja doch und man fängt – jetzt erst – an, sich Gedanken zu machen, wie man sinnvoll mit der Situation umgehen kann, nachdem man eine „Architekten – Klientel“ beim Denkmalschutz beschimpft hat (Kommentar Peter W. Ragge). Die sind aber nicht verantwortlich ist für das Desaster, sondern die, die damals beschlossen haben, diese Gebäude so zu bauen.

Nach einem demokratischen Verfahren. Die dafür auch geradestehen und für eine angemessene Lebensdauer eine sinnvolle Verwendung finden müssten. Was im Fall des Stadthauses schwerfällt, wenn man hier so verbunden ist mit einer Firma Diringer & Scheidel als Miteigentümer, die gerne aus der Misere ein erfolgreiches Geschäft macht: Neubau.

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Von
Wolfgang Buchholz
Ort
Mannheim
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Es ist bekannt, dass Behörden Kraft Gesetzes Macht haben und diese ausüben dürfen. Das ist soweit für niemanden überraschend. Was sich allerdings seit Mitte letzten Jahres in Sachen Machtausübung durch das Landesamt für Denkmalpflege bei der Unter-Denkmalschutz-Stellung des Mannheimer Stadthauses abspielt, ist mehr als überraschend und kann einem das Fürchten lehren.

Nicht nur, dass sich die Bürger Mannheims nicht gegen diese Machtausübung wehren können, nein, auch die Eigentümer der Immobilie müssen das willfährige Verhalten der Behörde hinnehmen und haben quasi keine rechtlichen Mittel, um den Denkmalschutz für das jedenfalls in der Bevölkerung ungeliebte Gebäude wegzubekommen. Nun soll durch eine Machbarkeitsstudie zum wiederholten Male ein Nutzungskonzept für den Innenbereich des Gebäudes entwickelt werden. Wie gönnerhaft vom Denkmalschutz, dies unter der Vorgabe, dass die jetzige Fassade zu erhalten sei, zuzulassen!

Eigentümer enteignet

Dass dabei am Ende wieder nichts herauskommt, ist eine Sache und absehbar. Die andere Sache aber ist es, dass eben diese unantastbare Fassade eigentlich niemandem gefällt. Außer natürlichden Architekten, die den Denkmalschutz beantragt haben und nun den Mannheimern nachdrücklich negativ in Erinnerung bleiben werden. Es wäre für mich bei dieser Faktenlage nur allzu nachvollziehbar, wenn sich die Eigentümer der Immobilie derzeit als enteignet ansehen!

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Von
Kai-Uwe Sax
Ort
Mannheim
Datum

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3PVhUlB

Wie zäume ich ein Pferd von hinten auf! Es ist nicht zu fassen, mit welcher Naivität dem Denkmalamt Folge geleistet wird! Ich verfolge seit Jahren den Deutschen Denkmalschutz „DSD“! Niemals wurden Gelder zur Verfügung gestellt, wenn das Objekt nicht schon vorab (!) zweckgebunden war, so zum Beispiel auch der Zuschuss zum Mannheimer Planetarium. Es wird dort nicht ins Blaue hinein denkmalgeschützt.

N1 wird aufgezäumt, ohne zu wissen, welches Pferd man davor spannen will! Gibt es etwas Unsinnigeres? Das ist einfach zum Wiehern!

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Von
Marie-Luise Wünnenberg
Ort
Mannheim
Datum

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