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Zum Parken in Neckarau

Lesedauer

Zum Artikel „Gehwegparker fragen: ,Wo sollen unsere Autos hin?’“ vom 21. Mai:

Donnerwetter – Stadt Mannheim, da wart ihr aber schnell! Zuerst, ich wohne im Casterfeld, parke nicht in den engen Gassen Neckaraus. Für die Abkassier-Blitzaktion in Neckarau habe ich aber kein Verständnis. Wenn eine Kommune wie Mannheim über einen längeren Zeitraum ein Parken toleriert, dann sollte man bei Änderung des Verfahrens die betroffenen Autofahrer auch vorher informieren. Einen Tag nach Änderung der Rechtslage einfach so mal massenhaft abkassieren, ist unanständig.

Ich bin mir sicher, dass der „Mannheimer Morgen“ einen entsprechenden Artikel „Achtung, ab Morgen kostet das bisher tolerierte Parken Strafe“ gerne bereitgestellt hätte. Ich darf an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Kommune für die Bürger da ist und es einfach eine Frage des Anstands ist, mitzuteilen, wenn sich ein tolerierter Sachverhalt ändert.

Versandform
Von
Heribert Stefanski
Ort
Mannheim
Datum
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Neckarau ist ein sehr alter Stadtteil von Mannheim mit einer eigenen „Altstadt“, dem Kappes. Hier sind die Straßen und Wege historisch gewachsen überwiegend eng, mit schmalen Gehsteigen und nicht für ein heutiges Fahrzeugaufkommen ausgelegt. In vielen Straßen kann jetzt schon nur einseitig geparkt werden. Wenn in den etwas breiteren Straßen beidseitig mit vier Rädern nur auf der Straße geparkt wird, kommt kein weiteres Fahrzeug mehr dazwischen durch, ganz zu schweigen von Krankenwagen, Feuerwehrautos oder der Müllabfuhr.

Da hilft auch so ein behördlicher Schildbürgerstreich wie in der Friedensstraße nicht weiter, indem man Strafzettel nach Gießkannenprinzip verteilt, wie im „Mannheimer Morgen“ berichtet. Eine Ahndung von Falschparkern, die die Gehwege unpassierbar machen, ist durchaus sinnvoll, aber das löst nicht das eigentliche Problem. Speziell im Neckarauer Kappes leben und arbeiten auf engstem Raum viele Menschen, die alle ihre fahrbaren Untersätze abstellen wollen.

Komplexe Aufgabe

Die echten Anwohner des Viertels sollten dabei allerdings den Vorrang haben, denn außer ihnen gibt es noch viele weitere Aspiranten auf die begehrten Straßen-Parkplätze. Es gibt hier viele kleinere Gewerbebetriebe, die neben den Privatfahrzeugen der Mitarbeiter auch noch mehrere Firmenfahrzeuge auf der Straße abstellen. Auch ein großes Bauunternehmen mit einem firmeneigenen Parkplatz hat hier seinen Sitz, dessen zahlreichen Mitarbeiter aus dem Umland ihre Autos in den Straßen Neckaraus abstellen (müssen?).

Hinzu kommen die Autos der vielen in- und ausländischen Monteure und Leiharbeiter in den zahlreichen Arbeiter-Unterkünften, die von irgendwo in Deutschland hierher kommen, ihr Fahrzeug abstellen und dann in Sammelbussen zu ihrem Arbeitsplatz gebracht werden. Gut ein Drittel der im Kappes stehenden Vehikel sind solche Autos, Kleinbusse und Kleintransporter. Für diese komplexe Parkplatz-Problematik muss ein belastbares Langzeit-Konzept erstellt werden, um dieser Blechlawine in Neckarau und anderen Mannheimer Stadtteilen Herr zu werden.

Dies ist eine große und komplexe Aufgabe für unsere Stadtverwaltung, da hilft es nicht, einfach nur Ordnungskräfte mit dem Strafzettelblock zu schicken.

Versandform
Von
Martin Eckert
Ort
Mannheim
Datum

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3wGqJbB

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