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Zu Zahlungen an Namibia

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Zum Artikel „Es war ein Völkermord“ vom 29. Mai:

Es ist durchaus angebracht, den Menschen in Namibia eine Wiedergutmachung zukommen zu lassen. Nicht außer Acht lassen sollte man aber auch, dass seit Jahrzehnten private Initiativen in Namibia auf den Weg gebracht wurden und immer noch gebracht werden. Was die deutsche Regierung angeht, so sollte sie keinen Präzedenzfall schaffen, sondern die anderen ehemaligen deutschen Kolonien auch großzügig finanziell unterstützen, die da sind, Teile der heutigen Staaten: Volksrepublik China, Burundi, Ruanda, Tansania, Kamerun, Gabun, Republik Kongo, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Nigeria, Togo, Ghana, Papua-Neuguinea und mehrere Inseln im Westpazifik und Mikronesien. Konsequent sollte man in der Politik schon sein.

Reinhard Siegel, Mannheim

Deutsche Siedler erwarben ihr Land „rechtmäßig“ bei Hereros und Namas. Diese wurden nicht vertrieben. Nachdem Hereros deutsche Farmer überfielen, begannen kriegerische Auseinandersetzungen mit Siegen und Niederlagen auf beiden Seiten. Wie viele Hereros und Namas von berittenen, abgekämpften Landsern in den Trockenbusch getrieben wurden, ist unbekannt. Es wäre gut, wenn wenigstens etwas von den genannten 1,1 Milliarden bei den betroffenen Nachkommen landet. Das Recht auf Entschädigung haben auch die Ureinwohner, die San, an die vielerorts nur noch Höhlenmalerei und Steinritzungen erinnern.

Carlo von Opel, Frankenthal

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