AdUnit Billboard

Zu den Folgen des Ukraine-Kriegs

Lesedauer

Zum Thema Ukraine:

Das Grande Pettine Hotel in Odessa liegt in Trümmern, nachdem es von einer Rakete getroffen wurde. © Max Pshybyshevsky/AP/dpa
AdUnit Content_1
AdUnit Mobile_Pos2

In der Ausgabe vom 4. Mai titeln Sie im Politikteil: „Merz im Krieg – Scholz im Schloss“. Ich weiß nicht, was Sie mit dieser Überschrift wollten, beim Leser, zumindest bei mir, entsteht der Eindruck, Herr Merz begibt sich unter Lebensgefahr in ein Kriegsgebiet und Herr Scholz hat offensichtlich nichts anderes zu tun, als auf einem Schloss zu weilen. Diese schlichte Stimmungsmache wird der aktuellen Situation keinesfalls gerecht und spielt Leuten wie dem ukrainischen Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, in die Hände, der den Kanzler der Bundesrepublik „beleidigte Leberwurst“ nennt.

Versandform
Von
Dieter Thie
Ort
Mörlenbach
Datum

Nun ist es also so weit, Strack-Zimmermann, Hofreiter, Röttgen, Merz und Co. können sich die Hände reiben. Man hat den Kanzler bloßgestellt und der Bundestag hat der Lieferung von schwerem Tötungsmaterial an die Ukraine zugestimmt. Unser Kanzler blieb dieser traurigen Veranstaltung wegen anderer Termine fern. Deutschland wurde nun endgültig trotz Dementis zur Kriegspartei, nachdem es jetzt auch noch Ukrainer in Deutschland an diesen schweren Waffen auf Geheiß der USA ausbilden soll. Dem ukrainischen Präsidenten reicht das natürlich alles noch nicht aus, er fordert und fordert weiter, vielleicht auch bald deutsche Soldaten neben seinen Söldnern. Man hat uns zu Marionetten der USA und der Ukraine gemacht. Die gelieferten Panzer unter anderem müssen noch instandgesetzt werden und Personal ausgebildet werden, aber natürlich auf unsere Kosten, aber was ist schon eine Milliarde?

Ich frage mich, ist unsere Regierung und die Abgeordneten angetreten, um Schaden von Deutschland fernzuhalten – oder von der Ukraine? Was wollen wir denn noch alles opfern, hat dieser Krieg unseren Politikern den Verstand geraubt? Wir setzen unsere gesamte Wirtschaft aufs Spiel, die Zeiten von unserem „Reichtum“, den wir in fast 80 Jahren erarbeitet haben, werden vorbei sein, unsere Verschuldung steigt, Deutschland wird kein Geberland mehr sein und natürlich viele sogenannten „Freunde“ verlieren. Die Ära Putin wird vergehen, unsere Schulden werden bleiben.

Versandform
Von
Manfred Gayer
Ort
Dossenheim
Datum

Danke, Herr Alfter! Ich habe aufgeatmet, als ich Ihren Kommentar im „MM“ vom 20. April gelesen habe. Sie weisen zurecht darauf hin, dass Menschenrechte universell sind und dass alle Menschen, die vor Krieg und Verfolgung flüchten, Aufnahme und Hilfe brauchen. In der Tat ist es eine Schande für die EU, dass sie Tausende Geflüchtete aus Afghanistan und anderen Kriegs-und Krisenregionen im Mittelmeer ertrinken, beziehungsweise in Lagern dahinvegetieren lässt.

Geflüchtete Menschen aus der Ukraine erfahren eine große Welle der Solidarität und bekommen sehr viel Unterstützung, was absolut begrüßenswert ist! Aber wer nicht blond, europäisch und weiblich ist, dem werden schnell Menschenrechte vorenthalten und die Solidarität bleibt auf der Strecke. So funktioniert Rassismus, den wir in Deutschland leider schon sehr lange kennen. Ihr Kommentar wurde in einigen Leserbriefen angegriffen. Man verwahrt sich gegen den Vorwurf des Rassismus, argumentiert aber selbst rassistisch. Es wird ausgeführt, dass die armen ukrainischen Frauen doch etwas ganz anderes seien als die verdächtigen „Dunklen“ aus dem globalen Süden.

Es wird also immer wieder mit zweierlei Maß gemessen, deshalb sind Kommentare wie die Ihren so wichtig!

Versandform
Von
Daniele Schild
Ort
Mannheim
Datum
AdUnit Content_2
AdUnit Mobile_Pos3

Ohne rassistische Vorurteile gänzlich auszuschließen, ist die Betrachtung von Kommentator Stephan Alfter doch sehr oberflächlich und ungerechtfertigt, indem er mit seinem Beitrag die Rassismuskeule gegen uns schwingt. Dies kommt einem so abwegig vor, dass sich einem der Gedanke aufdrängt, ob er möglicherweise seinen Kommentar bewusst so anklagend geschrieben hat, um uns zu provozieren.

Ukrainische Flüchtlinge sind Europäer und uns in Lebensweise, Religion und Kultur größtenteils artverwandt. Auch wenn uns dies verbindet und wir uns deshalb besonders verpflichtet fühlen, ihnen zu helfen, so ist es nicht alles. Wer die Bilder der Flüchtlingsströme aus Afrika, Syrien, Irak oder Afghanistan vor Augen hat, der muss feststellen, dass es überwiegend junge Männer waren, die zu uns kamen.

Bei diesen außereuropäischen Flüchtlingen waren mitunter auch wirtschaftliche Beweggründe ausschlaggebend. Bei den ukrainischen Flüchtlingen ist es dagegen ganz anders, von dort kommen überwiegend Frauen und Kinder und die Männer bleiben im Land. Sie kämpfen um ihre Heimat und ihre Freiheit und wirtschaftliche Gründe sind nebensächlich. Manche sind sogar der Meinung, die Ukrainer kämpfen indirekt auch für uns. Dies sind wohl die Gründe, warum wir so eine große Zuneigung und Respekt gegenüber den ukrainischen Flüchtlingen haben. Den kritischen Stellungnahmen gegenüber dem Kommentator im Leserforum kann man nur zustimmen.

Versandform
Von
Harald Baumann
Ort
Mannheim
Datum

Wo bleibt die Initiative für den Frieden? Bei den Demonstrationen von „Fridays for future“ haben die Aktivisten den Klimawandel als apokalyptisches Szenario angeprangert. Was macht die derzeitige politische Ausrichtung der westlichen Welt mit ihrer Kriegsrhetorik? Was denkt der Westen, wenn er eine Großmacht wie Russland zu isolieren und zu demütigen versucht und mit Aussagen „Die Ukraine darf diesen Krieg nicht verlieren“, was die Folgen daraus sind? Wäre es nicht angebracht, gerade in der jetzigen Situation mit aller Macht auf Diplomatie zu setzen, anstatt durch Waffenlieferungen und den Streit darüber, immer schwerere Waffen an die Ukraine zu liefern zu agieren.

Der Westen, insbesondere Deutschland, sollte sich über die Aussagen des Herrn Melnyk (Botschafter der Ukraine) überlegen, ob die Ukraine tatsächlich ein zukünftiger Partner sein kann. Die Ausladung unseres Staatsoberhauptes und die Reaktionen unseres Kanzlers nicht nach Kiew zu reisen, werden von dem Herrn Botschafter Melnyk mit abfälligen Kommentaren kommentiert. Wenn dieser Botschafter die Einstellung der ukrainischen Politik repräsentiert, liegt es nahe, dass die Ukraine sich mit Russland die letzten acht Jahre über den Konflikt im Donbass und der Krim nicht einigen konnte. Sich jetzt durch die Ukraine in einen Weltkrieg ziehen zu lassen, sollte auch unserer Jugend mal medial vermittelt werden, denn sie sind es, die in einen apokalyptischen Krieg hineingezogen werden.

Versandform
Von
Uwe Nakoinz
Ort
Edingen-Neckarhausen
Datum

Auch Herr Habeck hat einen Eid abgelegt: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden...“ Aber das scheint vergessen, wenn es darum geht, koste es was es wolle, ständig neue Sanktionen auf den Weg zu bringen und auf russisches Gas und Öl zu verzichten. Als Grund wird die Beendigung der Abhängigkeit von Russland angeführt. Und der Verzicht auf russisches Öl und Gas bedeutet neue Abhängigkeiten von anderen Lieferanten.

Wir werden immer abhängig sein und die Kunst ist ein guter Mix, auch mit russischem Anteil. Und ob die neuen Lieferanten genauso zuverlässig sein werden wie Russland bisher, wird sich zeigen. Unsere Wirtschaft und damit wir alle haben doch von den günstigen und zuverlässigen Lieferungen profitiert. Aber das soll nun vorbei sein und wir werden auf steigende Kosten eingeschworen. Die sind schon da, aber werden weiter steigen. Es geht nicht nur ums Heizen oder Tanken. Da alles mit Energie zusammenhängt, wird alles deutlich teurer werden, was die Nachfrage stark reduzieren wird. Wir rutschen in eine Rezession, bewusst in Kauf genommen. Ist damit der Ukraine geholfen? Kaum.

Es wäre gut, wenn Herr Habeck und andere Politiker sich die Worte von Herrn Scholz verinnerlichen würden: „Aber mein Kurs ist schon, dass wir besonnen und mit klarem Verstand handeln.“ Und da ist Herr Scholz in guter Gesellschaft. Schon die Römer wussten: „Was Du auch tust, handele klug und bedenke das Ende“. Das ist bei der Sanktionswut leider nicht erkennbar. Kein Ende in Sicht, zumindest kein Gutes.

Versandform
Von
Rainer Tiede
Ort
Biblis
Datum

Im Ukrainekrieg müssen Politik, Medien, wir alle die Rhetorik gegenüber Russland ändern. Denn es gibt eine große mundtot gemachte Opposition, die unsere Unterstützung braucht. So dürfen wir das russische Volk nicht pauschal verurteilen. Ein Volk, das mit Desinformationen manipuliert wird, kann sich kein wirkliches Bild über diesen verbrecherischen Überfall auf das Bruderland Ukraine machen.

Putin und die Kreml-Clique sind die zu verurteilenden Aggressoren, nicht das zu großen Teilen entmündigte russische Volk. Diese Verbrecher um Putin bereichern sich am Volkseigentum und verstecken ihren Reichtum im verhassten Westen, während sie diesen gleichzeitig als naziverseucht beschimpfen. Sollte es zu einem baldigen Ende des Kriegs kommen und die Russen sich von dieser Diktatur befreit haben, muss es für Russland einen Weg zurück in die internationale Staatengemeinschaft geben.

Rufen wir den friedensliebenden Russen frei nach Bertolt Brecht zu: „Brüder in Gold und Seid’, Brüder im Bauernkleid, reicht euch die Hand, schlagt eure Plager tot, rettet das Land!“ Es lebe ein neues, freies Russland!

Versandform
Von
Wilhelm Michelzahn
Ort
Igersheim
Datum
AdUnit Content_3
AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1