Zerstörung des Käfertaler Waldes

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Zum Thema Radschnellweg:

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Einer Zeitungsnotiz vor einigen Wochen im „MM“ konnte ich entnehmen, dass die Radschnellverbindung von Mannheim nach Viernheim über den Käfertaler Wald führen wird. Im Bebauungsplan 71.47 Franklin Mitte findet man dazu Näheres: Die geplante Trasse soll in einem langen Bogen südlich der Alte(n) Mannheimer Straße durch den Käfertaler Wald (= Landschafts- und Wasserschutzgebiet) führen. So der Plan der Stadt.

Die Rodung Hunderter gesunder Bäume, Versiegelung Tausender Quadratmeter Waldboden, dauerhafte Störung der Waldtiere und so weiter würde in Kauf genommen. Die Alternative: Eine Machbarkeitsstudie der Fachfirma R+T Verkehrsplanung, vom Verband Region Rhein-Neckar in Auftrag gegeben und vom Umweltforum Mannheim eingebracht, empfiehlt eine mögliche Trasse außerhalb des Waldes. Die Studie ist der Verwaltung bekannt. Wie wird entschieden werden? Eine weitere Zerstörung des südlichen Käfertaler Waldes kann sich eine Stadt, die sich dem Umweltschutz und der Nachhaltigkeit verpflichtet hat, nicht leisten.

2017/18: Rodung des Waldrands und Abtrag des Waldbodens an der Grenze zu Sullivan auf einer Länge von 1700 Meter in einer Breite bis zu 30 Meter mit erkennbaren Folgeschäden

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2019: Rodungen mehrerer Hektar zwischen Birken- und Langer Allee mit schwerstem Gerät, maschinelle Anpflanzung von Baumschulpflänzchen in Plastikröhren, der Großteil davon nicht angewachsen, Waldboden zerstört

Dez 2018: Umwandlung des geschützten Schaafeckwäldchens (5000 Quadratmeter) in ein Strauch-Areal, um Bestandsgebäude auf Taylor für spätere Nutzungen zu erhalten; alle wurden inzwischen abgerissen. Und so weiter.

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Es bleibt zu hoffen, dass die Stadtverwaltung mit ihrer Unteren Naturschutzbehörde von ihrer favorisierten Strecke absieht und damit ihrer eigenen Maxime in Bezug auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit folgt.

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Helga Funke, Mannheim

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